Es klingt fast schon wie ein Echo aus vergangenen Debatten: Bilger kritisiert energisch die Cannabis-Teillegalisierung, die in Deutschland erst kürzlich eingeführt wurde. Seiner Ansicht nach ist das Signal an die Gesellschaft eindeutig kontraproduktiv – gerade jetzt, da mehr Menschen auf deutschen Straßen ihr Leben verlieren. Offen gesteht Bilger, dass er nie ein Freund dieser Reform war. Das Hauptproblem: die Angst, dass mehr Konsumentinnen und Konsumenten auch bedeute, dass mehr berauschte Fahrer am Steuer sitzen. Er verweist auf die getroffenen Koalitionsvereinbarungen, wonach eine genaue Überprüfung – sprich: Evaluierung – der Auswirkungen erfolgen muss. Dass Bilger von vornherein wenig Hoffnung in diese Entwicklung gesetzt hat, lässt er durchscheinen. 'Ja, mit Blick auf die Verkehrssicherheit wäre eine Rückkehr zur alten Gesetzeslage sinnvoll', resümiert er – ein Statement, das nicht nur fachpolitisch, sondern auch emotional eindeutige Kante zeigt.
Die jüngsten Aussagen von Steffen Bilger spiegeln die anhaltende Skepsis gegenüber der Cannabis-Legalisierung, vor allem in konservativen Kreisen, wider. Während er als Argument explizit die gestiegene Anzahl von Verkehrstoten anführt, existiert nach wie vor Unsicherheit darüber, ob und wie stark die Freigabe von Cannabis tatsächlich Einfluss auf die Unfallstatistik nimmt – viele Fachleute fordern empirische Belege. Hintergrund dieser Debatte: Mit der Legalisierung ab April 2024 trat ein bundesweit einheitliches Gesetz in Kraft, das den Besitz und Konsum von Cannabis bis zu gewissen Mengen erlaubt; die genaue Auswirkung auf Verkehr und Gesellschaft bleibt Gegenstand politischer und wissenschaftlicher Diskussion. Zuletzt wiesen verschiedene Medien darauf hin, dass bei einer Evaluierung neben medizinischen, auch soziokulturelle Einflussfaktoren einzubeziehen seien.