NRW-Jungunion will ukrainisches Know-how bei Drohnenabwehr nutzen

Die Junge Union NRW dringt auf eine engere Kooperation deutscher Behörden mit der Ukraine, um besser gegen potenzielle Drohnen-Bedrohungen gewappnet zu sein – ein Thema, das nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne in Leipzig akuter denn je erscheint.

vor 19 Minuten | 1 mal gelesen

So oder so ähnlich stand es heute Morgen in der 'Welt'. Was konkret dahinter steckt? Laut dem Bericht fordert die CDU-Jugendorganisation Junge Union NRW einen intensiveren Draht zwischen Nordrhein-Westfalen und der ukrainischen Region Dnipropetrowsk, mit der das Bundesland schon länger eine Partnerschaft pflegt. Die Idee: Sicherheitskräfte und Katastrophenschutz aus beiden Regionen sollen nicht nur gelegentlich miteinander sprechen, sondern dauerhaft zusammenarbeiten. Hintergrund ist nicht zuletzt der beunruhigende Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne am Leipziger Flughafen. Kevin Gniosdorz, Chef der JU NRW, bringt es ungewohnt klar auf den Punkt: 'Die Ukraine weiß wohl als einziges Land genau, wie man kritische Infrastruktur unter Beschuss am Laufen hält.' Das Know-how aus der Ukraine sollten Deutschland und insbesondere NRW proaktiv übernehmen, anstatt darauf zu warten, selbst Ziel von Angriffen zu werden. Ganz konkret schlagen sie vor: Hospitationen, Weiterbildungen, regelmäßigen Erfahrungsaustausch. Wie schützt man Wasserkraftwerke, Stromnetze oder große Veranstaltungen effektiv vor Drohnenangriffen? Wie warnt man die Bevölkerung rechtzeitig? Für die Initiative gibt’s Rückenwind aus der Landesregierung. Nathanael Liminski, NRW-Europaminister, betont, dass kein Staat in Sachen Drohnenabwehr aktuell so viel Praxiserfahrung wie die Ukraine hat. Importieren, was funktioniert – das ist offenbar die Devise. Gespräche mit der ukrainischen Partnerregion laufen bereits, Austausch und Kooperation sollen demnächst intensiviert werden.

Die Junge Union NRW will aus den realen Kampferfahrungen der Ukraine lernen und plädiert für einen institutionalisierten Austausch auf Augenhöhe. Hintergrund sind die wachsenden Drohnen-Bedrohungen, wie der kürzliche Vorfall in Leipzig zeigt. Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass sich auch die EU zunehmend für innovative Drohnentechnologien und Abwehrmaßnahmen interessiert: Brüssel fördert gezielt Projekte zum Schutz kritischer Infrastruktur vor Cyber- und Drohnenangriffen. Sicherheitsbehörden in Deutschland, insbesondere in NRW, sehen sich steigenden Herausforderungen gegenüber. Der Austausch mit der Ukraine gilt deshalb als Musterbeispiel für praxisorientierte europäische Kooperationen. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung misst das Bundesinnenministerium der Drohnenabwehr mittlerweile höchste Priorität bei, gerade im Hinblick auf EM-Spielstätten. Weitere Recherchen deuten darauf hin, dass auch Frankreich, Polen und die baltischen Staaten verstärkt auf das Know-how der Ukraine setzen und Trainingsprogramme auflegen. Nicht zuletzt wurden in NRW bereits Workshops unter Einbeziehung ukrainischer Experten durchgeführt. Das Thema bleibt aktuell und erfordert kontinuierliche Anpassung an sich verändernde Bedrohungslagen.

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