Nordkorea schießt wieder ballistische Rakete Richtung Japan – Unsicherheiten am frühen Morgen

Inmitten wachsender Spannungen und nur wenige Stunden vor gemeinsamen Militärübungen von Südkorea und den USA fliegt erneut eine nordkoreanische Rakete Richtung Japan. Seoul gibt sich alarmiert.

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Frühmorgens, rund sechs Uhr in Korea – viel zu früh, als dass jemand freiwillig auf Nachrichten wartet. Doch das Militär in Seoul meldete: Wieder ein Raketenstart, diesmal aus Wonsan an der Ostküste. Ein Projektil, offenbar ballistisch, das laut offiziellen Angaben mehr als 700 Kilometer weit über das Meer flog. Wieder einmal kreuzen sich Bedenken, Sorgen und die nüchterne Routine der koreanischen Halbinsel. Was am meisten auffällt: Die Raketenflugbahn hängt wie eine altmodische Drohung über allen Gesprächen. Dazu die militärische Choreografie: US-Geheimdienstler, die sich per Leitung mit den Südkoreanern und Japanern abstimmen, als ob das alles nur ein Planspiel wäre. Die offizielle Erklärung: volle Einsatzbereitschaft, ständiges Beobachten. Was bleibt, ist ein fahler Nachgeschmack und die Frage – wie ernst meint es Nordkorea diesmal? Die geschilderte Wachsamkeit klingt zwar professionell, aber irgendwo auch Routine. Ist das vielleicht Teil des Problems? Nur sechs Tage vorher war schon einmal eine Kurzstreckenrakete gestartet – fast schon ein Takt, der sich in stiller Regelmäßigkeit wiederholt. Währenddessen sitzen die Bevölkerungen in Japan und Südkorea zwischen Angespanntheit und Lethargie, während die Regierungen jedes Mal aufs Neue betonen, dass „jede Provokation“ eine Antwort finden werde. Aber welche?

Nordkorea hat kurz vor wichtigen gemeinsamen Militärmanövern von Südkorea und den USA wieder eine ballistische Rakete getestet, offenbar in Richtung Japan. Laut Behörden in Seoul wurde der Abschuss sorgfältig verfolgt und sowohl mit den USA als auch mit Japan koordiniert beobachtet. Die Aktion zeigt, wie gespannt und fragil die Sicherheitslage in Ostasien weiterhin bleibt – und dass militärische Drohgebärden von Nordkorea kein Ende zu nehmen scheinen, sondern zum neuen Alltag geworden sind. In den letzten Tagen wurden die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel auch durch die neue nordkoreanische Verfassung befeuert, die jüngst verabschiedet wurde und das Atomwaffenprogramm fest als unverhandelbaren Bestandteil im Land verankert – eine Entwicklung, die international für große Besorgnis sorgt. Während der Westen und speziell die UN wiederholt Sanktionen fordern und auf Dialog hoffen, bringt Nordkorea mit wiederholten Tests und offenen Drohungen gegenüber seinen Nachbarn mehr Unsicherheit in die Region. Zusätzlich wurden Berichte laut, nach denen auch neue Technologien in den Raketentests zum Einsatz kamen, etwa feststoffgetriebene Waffen, die schwerer vor dem Abschuss zu entdecken sind.

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