Schon wieder Gänsehaut: Gesa Krause, die ehrgeizige Läuferin aus Hessen, hat tatsächlich zum dritten Mal bei einer EM Gold über die 3.000 Meter Hindernis abgeräumt. Ihre Zeit? 9:12,69 Minuten – nicht ihr persönlicher Rekord, aber offenbar genug, um allen davonzuziehen. Alice Finot aus Frankreich schnappte sich Silber, während Olivia Gürth – die erst jüngst im Rampenlicht steht – mit Bronze endlich ihre allererste internationale Medaille einheimste. Im Zehnkampf der Männer trumpfte Leo Neugebauer ziemlich souverän auf. Seine 8.611 Punkte festigen nicht nur seinen Titel, sondern belegen auch: Die Konkurrenz schlief nicht, denn Niklas Kaul, ebenfalls aus Deutschland, lauerte mit 8.573 Punkten dicht dahinter und wurde Zweiter. Bronzenes Edelmetall ging an den Norweger Sander Skotheim. Beim Diskuswurf der Männer fiel die deutsche Hoffnung Henrik Janssen diesmal eher unter 'solide, aber nicht spektakulär'. Janssen warf eine passable Serie, stand letztlich aber mit leeren Händen da – auf dem Treppchen dagegen die bekannten Giganten: Titelverteidiger Kristjan Ceh (Slowenien) setzte mit 72,51 Metern eine klare Marke. Mykolas Alekna (Litauen) und Daniel Stahl (Schweden) machten das Podium voll.
Die Leichtathletik-EM in Birmingham brachte gleich zu Beginn starke deutsche Erfolge und überraschende Wendungen: Gesa Krause unterstreicht mit ihrem dritten EM-Gold ihre Ausnahmestellung im Hindernislauf, während Leo Neugebauer die Vielseitigkeit der deutschen Zehnkämpfer bei herausfordernden Wetterbedingungen demonstriert. Niklas Kaul sorgte im Zehnkampf für einen deutschen Doppelsieg, indem er trotz Rückstand im Speerwurf aufholte, während Henrik Janssen im Diskuswurf diesmal hinter den Medaillenrängen blieb – eine Enttäuschung, die zeigt, wie hoch die Konkurrenz auf europäischer Bühne ist. Auch das Publikum zeigte sich beeindruckt von der Intensität und Emotionalität der Wettkämpfe, was der deutschen Leichtathletik neue Aufmerksamkeit verschafft hat.