Lionel Messi verabschiedet sich vom argentinischen Nationalteam

Der legendäre Fußballer Lionel Messi hat nach mehr als zwei Jahrzehnten sein Kapitel in der argentinischen Nationalelf abgeschlossen – künftig unterstützt er das Team als Zuschauer. Bei Inter Miami will der 39-Jährige allerdings weiterspielen.

heute 17:31 Uhr | 2 mal gelesen

Nach endlosen Gerüchten und leisem Raunen in den Medien steht nun fest: Lionel Messi beendet seine Karriere in der argentinischen Nationalmannschaft. Ganz ehrlich, überrascht hat es mich nicht mehr. Es ist plötzlich so endgültig – 21 Jahre, 207 Länderspiele, 125 Tore, und jetzt sagt der 39-Jährige schlicht: Genug.

Der schwierige Schlussstrich

Messi gab zu, wie schwer ihm der Entschluss gefallen sei. Wer mag ihm das verdenken? Schließlich war der Druck, den er über all die Jahre mitschleppte, enorm. Dass er dennoch immer alles für sein Land gab, daran zweifelt wohl niemand, der auch nur eines seiner Spiele jemals gesehen hat.

Eine Story voller Wendungen

Die Geschichte hätte kitschiger kaum starten können: Erster Einsatz 2005 – und direkt eine rote Karte. Später sammelte Messi Titel, die ihm zwischendurch wie Fata Morganas vorkommen mussten: etwa den Sieg bei der Copa América 2021 oder die Krönung mit dem Weltmeistertitel in Katar. Und dann das Ende – ein verlorenes Finale gegen Spanien, das als bittersüßes Finale in Erinnerung bleiben wird.

Vom Spielführer zum Fan

Ab jetzt will Messi die argentinische Elf aus der Distanz begleiten. Er klingt dabei wirklich aufrichtig, wenn er seiner Familie und allen Wegbegleitern dankt, die ihn durch die dicken und dünnen Jahre getragen haben. Den Tod seines Vaters nimmt er als Anlass, noch einmal innezuhalten – eine menschliche Seite, die oft hinter den Schlagzeilen verschwindet.

Weitermachen in Miami

Seine Zeit als Nationalheld mag vorbei sein, doch bei Inter Miami hat er offenbar noch Lust auf den Ball. Sein Vertrag läuft bis 2028, und ich habe den Eindruck, dass es ihm gefällt, auf diesem anderen, vielleicht ruhigeren Spielfeld zu stehen.

Ende einer Ära für Argentinien

Wie oft wird in solchen Momenten von einer "Ära" gesprochen – hier trifft es zu: Messi hat nicht nur Statistiken gebrochen, sondern ein ganzes Land getragen. Spätestens mit der Copa América 2021 und der WM 2022 hat er sich in den kollektiven Erinnerungen Argentiniens verewigt, trotz vieler emotional erschöpfender Rückschläge. Dass sein Abschluss ausgerechnet mit einer Niederlage daherkommt – fast wie ein Plot-Twist in einem epischen Roman.

Und jetzt?

Für die Albiceleste beginnt eine Zeit der Unsicherheit. Wer profitiert, wer zerbricht an diesem Vakuum? Jüngere Spieler werden wohl oder übel Verantwortung schultern müssen, und vielleicht entsteht daraus etwas ganz Neues. Die Fans, nun um ihr Idol ärmer, schwanken sicher zwischen Melancholie und vorsichtiger Hoffnung. Ich jedenfalls bin gespannt, ob Argentinien ohne Messi seinen Zauber behält – oder sich jetzt vielleicht ganz neu erfinden muss.

Messis Abschied bewegt eine ganze Fußballnation

Nach seinem Abschied reflektiert Argentinien über die teils schmerzhaften, aber auch euphorischen Jahre, in denen Messi als Leitfigur die Nationalelf prägte. Viele Fußballfans zeigen sich sentimental, aber das Land würdigt seinen Rekordmann einhellig als unersetzlichen Helden auf und neben dem Platz.

Blick in die Zukunft der Nationalmannschaft

Sportlich stellt sich Argentinien neu auf: Beflügelt von Messis Erbe, sollen Stars wie Julián Álvarez oder Enzo Fernández jetzt den nächsten Schritt gehen und das Team führen - sofern sie den großen Schatten ihres Vorgängers abschütteln können.

Globale Resonanz und Symbolkraft

International wird Messis Rücktritt als Ende einer Ära wahrgenommen, die Argentinien nach einer jahrzehntelangen Durststrecke wieder an die Spitze brachte – mindestens emotional, für viele auch sportlich. Es ist ein Moment, den Medien und Fans gleichermaßen mit Respekt begleiten, während sich die Verantwortlichen an eine veränderte Fußball-Landschaft gewöhnen müssen. Laut DW wurde Messis Rücktritt von zahlreichen Prominenten und ehemaligen Kollegen in sozialen Netzwerken gewürdigt, eine ausgewogene Mischung aus Dankbarkeit, Nostalgie und skeptischer Neugier auf das, was nun folgen wird.

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