Röttgen: Deutsche Drohnenforschung darf Russland nicht unterstützen

Norbert Röttgen, CDU-Politiker und Vize der Unionsfraktion, erhebt scharfen Vorwurf: Deutsche Drohnenexperten sollen mit Kooperationen gegenüber Russland und China vorsichtiger sein. Angesichts des Ukraine-Kriegs warnt er ausdrücklich vor fahrlässigem Wissenstransfer und fordert die TU München zum Handeln auf.

heute 07:09 Uhr | 4 mal gelesen

Interessant, wie Wissenschaft und Geopolitik immer wieder aufeinanderprallen – aktuell knirscht es zwischen deutschen Drohnenforschern und der Bundespolitik. Norbert Röttgen sieht ein massives Risiko darin, wenn Forscher hierzulande weiter mit Kolleginnen und Kollegen aus China oder Russland an einem Tisch sitzen – wörtlich. Vor allem, weil Technologien, die auf Konferenzen wie der jüngsten Icasse in Hongkong diskutiert werden, leicht eine 'doppelte Verwendung' (Dual Use) haben: Zivile Forschung kann plötzlich auch militärisch nützen. Fakt ist, Forscher der TU München tummeln sich regelmäßig auf diesen Treffen. Das Thema reicht von Drohnen und Autopiloten bis KI und Hyperschall-Triebwerken. Für Röttgen überschattet diese Nähe zu autoritären Staaten wissenschaftliche Freiheiten, sofern daraus eine Aufrüstung für den Ukraine-Krieg resultiert. Sein Appell klingt ernst: Geschieht nicht freiwillig ein Umdenken, müssten Politik oder Universität klare Grenzen ziehen, um moralische Kollateralschäden zu vermeiden. Einen goldenen Mittelweg scheint es hier nicht wirklich zu geben – und nie war die Frage, wer mit wem forscht, politischer als jetzt.

Röttgen schlägt Alarm wegen regelmäßiger Zusammenarbeit deutscher Drohnenforscher mit russischen und chinesischen Partnern. Gerade bei Technologien, die für zivile und militärische Zwecke einsetzbar sind, sieht er Gefahren für die deutsche Sicherheit und internationale Verantwortung. In der aktuellen politischen Lage, vor allem durch den russischen Angriff auf die Ukraine und Chinas Rolle als strategischer Partner Moskaus, rücken Forschungskooperationen ins Zentrum einer Debatte, die Wissenschaftsethik, Außenpolitik und nationale Sicherheit miteinander verwebt. Die TU München und die Politik sind gefordert, klare Spielregeln darin zu entwickeln – auch im Austausch mit internationalen Partnern. Der Fall zeigt, wie fragil der Balanceakt zwischen Forschungsoffenheit und sicherheitspolitischen Interessen geworden ist. NEUE RECHERCHEERGÄNZUNGEN: Laut Informationen von "Tagesschau" warnen deutsche Sicherheitsbehörden verstärkt vor Know-how-Abfluss durch internationale Konferenzen, besonders im Bereich Drohnen und KI. Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger fordert mehr Sensibilität der Hochschulen gegenüber Dual-Use-Risiken, wie auch durch neue Leitlinien für internationale Kooperationsprojekte. China verfolgt weiterhin eine Strategie, gezielt Hochtechnologie-Wissen über internationale Netzwerke zu ziehen, während die Bundesregierung aktuell prüft, wie man Transparenz und Kontrolle im internationalen Wissenschaftsaustausch erhöhen kann.

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