Das Saarland reagiert auf das derzeitige Niedrigwasser und setzt das Sonntagsfahrverbot für Lkw-Transporte mit Bezug zur aktuellen Situation bis September 2026 aus. Diese Ausnahmeregel gilt nicht für Großraum- oder Schwertransporte. Hintergrund ist der Versuch, trotz zunehmender Dürreperioden und ausgetrockneter Wasserstraßen die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, denn der Frachtverkehr auf Deutschlands Flüssen liegt vielerorts brach. Recherchen zeigen, dass die Schifffahrt auf dem Rhein aktuell stark eingeschränkt ist, was mehrere Bundesländer zur Lockerung der Fahrverbote für Lkw bewegt hat – auch Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen behandeln ähnliche Sonderregelungen. Die niedrigen Wasserstände haben unter anderem zur Folge, dass Binnenschiffe weniger Ladung aufnehmen oder ganz ausfallen, was sich bereits auf die Preise und die Versorgung in der Industrie auswirkt. In vielen Regionen werden zudem hitzebedingte Probleme bei der Infrastruktur sichtbar: Neben Lieferausfällen bei Kohle oder Chemikalien (insbesondere für die Industrie an Rhein und Saar) geraten auch Energieversorger und Landwirtschaft zunehmend unter Druck.