Waldbrand im Hürtgenwald: Gefahr vorerst gebannt – Feuerwehr zieht sich zurück

Nach Tagen voller Sorge kann der Landrat des Kreises Düren, Ralf Nolten (CDU), vorläufig aufatmen: Das massive Feuer im Hürtgenwald in der Eifel ist endlich weitgehend eingedämmt – damit drohen Häuser und Natur weniger direkt, erneut Opfer der Flammen zu werden.

16.08.26 17:43 Uhr | 1 mal gelesen

Die aus ganz Nordrhein-Westfalen herangeeilten Spezialkräfte machen jetzt den Rückwärtsgang: Der große Brand im Hürtgenwald, der vielen als Schock in Erinnerung bleiben wird, gilt nach langen und nervenaufreibenden Einsätzen als so weit unter Kontrolle, dass die meisten Hilfskräfte abreisen können. Nur die Feuerwehr aus dem Kreis selbst bleibt vor Ort und kümmert sich darum, übrig gebliebene Glutnester zu löschen – denn selbst, wenn der Rauch fast verzogen ist, schläft das Feuer bekanntermaßen nie ganz. Ganz anders die Situation im angrenzenden Belgien: Im Hohen Venn frisst sich das Feuer noch durch das mittlerweile aufgebrauchte, ausgetrocknete Torfmoor. Irrsinnige 3.000 Hektar sind bereits Asche – und der Brand mag den Einheimischen über die Grenze hinweg wie ein bizarres Naturtheater erscheinen, das nicht enden will. Flugzeuge aus den Niederlanden kreisen am Himmel, ganz so, als würden wir in einer Szenerie aus einem Endzeitfilm leben, während sich sogar Verstärkungen aus Schweden und Tschechien ankündigen, um das Schlimmste zu verhindern. In Monschau war nervöses Warten und Packen angesagt: Viele Menschen hatten vorsorglich Taschen bereitgestellt, sollte die Evakuierung bevorstehen. Doch für den Moment scheint diese Bedrohung vorüber – die Feuerwehr beobachtet weiter, bleibt aber gelassen. Seltsam, wie schnell Normalität und Ausnahmezustand sich ablösen können.

Ein bislang beispielloser Waldbrand hat den Hürtgenwald in Alarmbereitschaft versetzt, doch der Großteil der Flammen ist inzwischen gelöscht. Die lokalen Feuerwehren übernehmen die Nachsorge und behalten das Gebiet genau im Auge, zumal die Erfahrungen mit Glutnestern zeigen, wie trügerisch erste Entwarnungen sein können. Besonders dramatisch bleibt die Lage in Belgien, wo das Hochmoor Hohes Venn durch anhaltende Feuer verwüstet wird; internationale Hilfe wird angefordert und Eindämmung gestaltet sich wegen der Bodenverhältnisse äußerst schwierig. Recherche-Update: Laut 'Süddeutsche Zeitung' stehen Experten vor der Aufgabe, die Folgen des größten Brandes in der jüngeren Geschichte der Region zu bewältigen, wobei das Zusammenspiel aus Trockenheit, Wind und schwierigen örtlichen Bedingungen eine große Rolle spielte. Parallel dazu berichtet 'Der Spiegel' von anhaltenden Dürreperioden und mahnt, dass der Einsatz von internationalen Löschkräften auch in Mitteleuropa zum Alltag werden könnte. Überdies hebt 'FAZ' hervor, dass die Behörden die Bevölkerung hinsichtlich der Klimawandelfolgen und Präventionsmaßnahmen stärker sensibilisieren wollen, während Fragen nach Waldmanagement und langfristigen Risiken in den Mittelpunkt rücken.

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