Lara.Mach.Schön: Virtuelle Botschafterin mischt das Friseurhandwerk auf – Startschuss am 20. Mai

Wien – Frische Impulse für das Friseurhandwerk: Die österreichische Friseur-Bundesinnung setzt mit dem KI-Charakter Lara.Mach.Schön auf digitale Nähe und jugendliche Ansprache. Der Virtual-Avatar soll den Beruf attraktiv machen und die Social-Media-Welt erobern.

heute 16:30 Uhr | 3 mal gelesen

Eigentlich klingt es fast verrückt, dass Handwerk und Hightech so eng zusammenrücken. Tradition und Touchscreen, klingt nach Widerspruch? Vielleicht, aber es gibt in jeder Branche diesen Punkt, an dem alte Wege nicht mehr so recht zum Ziel führen. "Digitale Kommunikation? Für viele Friseur:innen Alltag", sagt Wolfgang Eder, und ein klein wenig Schwung schadet wohl nie. Mit Lara.Mach.Schön wagt die Innung einen Sprung in die Zukunft – ja, sie haben tatsächlich eine KI-Influencerin erschaffen. Plötzlich gibt es da eine 20-jährige Friseurin mit pinken Haaren und einem undogmatisch urbanen Look auf Instagram, TikTok & Co. Authentisch statt unnahbar, ein bisschen chaotisch, definitiv sympathisch. Und: Sie steht zu Fehlern. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet eine digitale Person so menschlich daherkommen kann? Lara erklärt, ohne alles besser zu wissen, zeigt Makeover-Videos, gibt Praxistipps, hilft Lehrlingen mit ganz banalen Alltagssorgen und zeigt, wie vielfältig und kreativ der Job sein kann. Ob Festivals, eigene Playlists oder das frisch gestrichene WG-Zimmer – alles gehört zu ihrem täglichen Mix. Die Message: Handwerk ist kein verstaubtes Relikt, sondern quicklebendig und wandelbar. Und ehrlich, manchmal fühlt es sich seltsam an, Hilfe von einem virtuellen Charakter anzunehmen. Aber wenn Lara von ihren Anfängen erzählt oder Mut macht, bleibt da was hängen. Vielleicht braucht es diese Art von Digital-Realität, um die nächste Generation zu erreichen und klassische Berufe aus einer neuen Perspektive zu feiern. Das Handwerk bleibt menschlich – und wird digital ganz schön bunt.

Der Start der KI-Botschafterin Lara.Mach.Schön markiert einen neuen Kommunikationsansatz für das Friseurhandwerk: Tradition und Digitalisierung treffen sich dort, wo junge Menschen sind. Das Projekt setzt gezielt auf Social-Media-Kanäle, um Nachwuchs zu begeistern und den Beruf zeitgemäß zu vermitteln. Hinter der Aktion steht das Bestreben, die Attraktivität des Berufs durch einen nahbaren, fehlerfreundlichen und inspirierenden digitalen Charakter zu stärken. In den letzten Tagen wurde berichtet, dass die Digitalisierung im Handwerk generell Fahrt aufnimmt, wobei der Fokus auf junge Zielgruppen durch Social-Media-Kampagnen verstärkt wird („Süddeutsche“, „Spiegel“). Zudem gibt es Diskussionen darüber, wie KI und menschliches Handwerk sinnvoll koexistieren können, ohne dass die handwerkliche Kreativität verloren geht. Weiterhin betonen Branchenvertreter, dass innovative Kommunikationsmodelle zwar modernisieren, aber die wesentlichen Werte des Handwerks – Gemeinschaft, Präzision und Echtheit – nicht ersetzen, sondern ergänzen sollen.

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