Neuer Anlauf für „Azubi Storys“: Staffel zwei taucht in echte Arbeitswelten ein
Köln – Erik, angehender Koch, kämpft gegen die Uhr: Ravioli für ein ganzes Fußballteam, handgemacht und auf den Punkt! Lorelay, Dachdeckerin, glüht in schwindelnder Höhe im Sommer, Hitzefrei? Fehlanzeige. Und Laura, Lokführer-Azubi, zieht ihre Kreise durch Deutschland, ICE-Feeling bei Tempo 300 – das ist mal Berufsalltag mit Aussicht.
heute 17:00 Uhr | 3 mal gelesen
In der zweiten Runde der Doku-Reihe „Azubi Storys“ dreht sich alles um den wilden Ritt durchs Berufsleben junger Leute, die gerade frisch ins Arbeitsleben eintauchen. Das Besondere: Die Kamera verfolgt wie ein stiller Mitreisender die Azubis hautnah, fängt Hänger, Glücksmomente und kleine Katastrophen authentisch ein. Zwischen Maurer-Leons Versuch, eine elegante Wendeltreppe zu bauen, Saras Bohreinsatz als Elektrikerin in spe und Denises Dauerwellen-Debakel als Friseur-Azubi bleibt nichts geschönt – wunderbar unperfekt eben. Klar, da läuft mal was aus dem Ruder oder der Schweiß tropft, aber am Ende steht meistens ein breites Grinsen, neue Erkenntnisse inklusive. Das Ganze ist erstaunlich bunt gemischt: Die jungen Menschen stammen aus allen Winkeln Deutschlands, darunter vier aus NRW – Abwechslung ist also garantiert. Die Serie serviert ihre Geschichten mit einem Augenzwinkern, aber auch ganz ohne Kitsch. Ausgestrahlt wird ab dem 26. Mai in der Mediathek der ARD, ab dem 8. Juni folgen Doppel-Folgen jede Woche im WDR Fernsehen (später Abend). Produziert wird die Reihe von i&u Studios für WDR und NDR. Pressefotos und mehr Infos findet man wie gehabt auf den Sender-Websites.
Die zweite Staffel von „Azubi Storys“ hebt sich durch die besonders ehrliche Darstellung von Ausbildungsberufen hervor – weg vom Image, die Ausbildung sei der langweilige Plan B, und hin zu echtem Alltags-Feeling zwischen Frust, Freude und echter Teamarbeit. Bemerkenswert ist, dass laut einem aktuellen Bericht der Süddeutschen Zeitung der Fachkräftemangel Handwerksbetriebe und Dienstleister in ganz Deutschland weiterhin unter Druck setzt – was das Thema Nachwuchsgewinnung so zentral macht (Quelle: www.sueddeutsche.de). Gleichzeitig zeigen laut kürzlich erschienenen Artikeln auf taz.de und Zeit Online junge Leute heute mehr Bewusstsein für Sinn und Werte im Job, was das Format der Doku passend in den Fokus rückt (Quelle: www.taz.de | www.zeit.de). Zusätzlich gibt es von Branchenexpert:innen die Forderung, Ausbildungsberufe noch stärker in Medien darzustellen, um Vorurteile abzubauen – diese Doku trägt dazu sichtbar bei. Die Serie trifft also den Nerv einer Zeit, in der Handwerk, Technik und persönliche Herausforderungen im Rampenlicht stehen.