Redenschreiben ohne Kitsch – Wie Worte wirklich wirken

Worte, die ankommen: Wie man stimmige Reden jenseits leerer Phrasen baut – und warum die Sätze oft wichtiger sind, als manche glauben.

heute 12:44 Uhr | 2 mal gelesen

Ehrlich: Kaum etwas fühlt sich so vertrackt an, wie für jemand anderen eine Rede zu entwerfen – und dabei mehr zu schaffen als das übliche Blabla. Wo packe ich eine gute Idee, wie halte ich Floskeln draußen, wie sorge ich dafür, dass nicht schon nach dem zweiten Satz alle innerlich abschalten? In unserem Webinar mit Vera Klopprogge geht es genau darum: Praktisches Handwerkszeug für das Schreiben von kurzen Reden, die ankommen – und die zu der Persönlichkeit des oder der Vortragenden passen. Wer schon mal für einen Chef – oder gar die Chefin – die passenden Worte zum Jubiläum, für ein Grußwort auf einer Tagung oder zum Ausbildungsabschluss finden musste, weiß: Routine hilft. Stilmittel gezielt einzusetzen, ist ohnehin eine Kunst für sich – die Story im Kopf behalten, dabei die Struktur nicht verlieren, langweilige Formulierungen gnadenlos streichen. Was an diesem Tag auffällt: Wir tauschen uns aus über Storytelling, Lust und Frust mit Sprachbildern, teilen Tipps für Sprechwirksamkeit und wagen, über Künstliche Intelligenz beim Redenschreiben zu diskutieren – Maschine contra Mensch? Letzten Endes geht es ja doch um das, was bleibt und nachhallt. Wer dabei ist, kann individuelle Fragen loswerden und bekommt zudem auch alles als Skript zum Nachlesen. Das Webinar richtet sich ausdrücklich nicht nur an Profi-Pressesprecherinnen, sondern an alle, die sich beruflich mit dem Thema Redenschreiben beschäftigen wollen oder (mal wieder) dürfen. Vera Klopprogge bringt ihren großen Erfahrungsschatz aus PR, Forschungskommunikation und Marketing ein – und teilt ihre besten Anekdoten und Pannen gleich mit.

Wer wirklich gute Reden schreiben will, kommt ums Streichen nicht herum: Nur wer sich von Floskeln verabschiedet, kann das Publikum wirklich gewinnen. Die gezielte Verwendung von Stilmitteln – von Metaphern bis zum pointierten Schluss – macht aus Worten erlebbare Momente. Storytelling und der Blick für Rhythmus, für die Dramaturgie einer Rede, helfen, Sätze in Köpfen zu verankern. KI wird im Redenschreiben zunehmend diskutiert: Programme können zwar Handwerkszeug liefern, aber das Feingefühl für Zwischentöne, die richtige Pointe und das Aufgreifen aktueller Stimmungen bleibt (bislang) ein Feld für Menschen – so betonen Expertinnen wie Vera Klopprogge in jüngsten Fortbildungen immer wieder. Weitere Details: Neueste Diskurse betonen den Wert persönlicher Geschichten und emotionaler Nähe, um Zuhörer zu gewinnen – gerade bei festlichen Anlässen oder politischen Reden. Auch angesichts der rasanten Entwicklung von KI-generierten Texten fragen sich viele Profis, wie sie Authentizität bewahren – ein Thema, das etwa in der Süddeutschen Zeitung und FAZ zuletzt tiefer behandelt wurde. Nicht zuletzt setzt sich der Trend zu Interaktion und spontanen Elementen in Reden durch, um Publikum aufzulockern und stärker einzubeziehen.

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