Telekom-Tarifstreit: Verdi ruft zu weiteren Streiks auf

Nachdem die Gespräche mit der Telekom bislang festgefahren wirken, verschärft Verdi ihren Arbeitskampf – Warnstreiks sollen nun auch in weiteren Bundesländern folgen.

29.04.26 19:16 Uhr | 20 mal gelesen

Am Donnerstag legen laut Verdi Beschäftigte der Deutschen Telekom in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland sowie in Baden-Württemberg und Bayern ihre Arbeit nieder. Bereits vorher hatte es Streiks im Westen, Süden und Osten des Landes gegeben – Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen waren am Mittwoch betroffen; davor schon der Norden und Nordosten Deutschlands. Das Ganze bleibt nicht folgenlos: Verdi kündigt an, dass Kund*innen mit längeren Wartezeiten, verschobenen Terminen oder beeinträchtigtem technischen Service rechnen müssten. "Ohne Streiks läuft hier offenbar nichts weiter – unsere Forderungen wurden komplett ignoriert, ein Angebot von Arbeitgeberseite steht weiter aus", lässt Verdi am Mittwochabend wissen. Die Kernforderungen: ein 6,6-prozentiges Lohnplus für ein Jahr und ein jährlicher Mitgliederbonus von 660 Euro für Verdi-Mitglieder.

Die aktuellen Warnstreiks bei der Deutschen Telekom sind Teil eines festgefahrenen Tarifkonflikts. Verdi fordert ein deutliches Plus beim Lohn und zusätzliche Boni, stößt bei den Arbeitgebern jedoch auf wenig Resonanz, was zu einer Ausweitung der Streiks auf weitere Regionen führt. Neben den bekannten Anpassungen im Arbeitskampf gibt es laut Pressestimmen aus den vergangenen 48 Stunden vermehrte Hinweise auf eine grundsätzliche Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen im Unternehmen – viele Beschäftigte sehen in den Streiks nicht nur ein Mittel zur Gehaltserhöhung, sondern auch einen Protest gegen wachsenden Leistungsdruck und mangelhafte Wertschätzung (aktuelle Zahlen zum Gehaltsniveau und Detailforderungen werden u.a. bei FAZ und Süddeutscher erläutert). Auch wird diskutiert, ob die Telekom durch die Engpässe im Glasfaserausbau strategische Investitionen verzögern könnte, falls sich der Konflikt mit Verdi hinzieht.

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