Mal ehrlich: Wirklich gerechnet hat wohl niemand mit so einem massiven Ansturm. Anfang Mai katapultierte sich die drei Episoden starke XATAR-Doku direkt in die vorderen Abruf-Ränge, knapp 1,7 Millionen Mal angesteuert und dabei offenbar für echte Dauerbegeisterung gesorgt. Ungewöhnlich dabei – es blieb nicht bei einem Strohfeuer; von Folge zu Folge blieben die Zuschauerinnen und Zuschauer quasi konstant dabei. Die Social-Media-Kommentare? Begeistert, hitzig, mitreißend – die Doku polarisiert und fasziniert. Und während bei XATAR alle Rekorde purzelten, stand auch "In höchster Not" mit ihrer zweiten Staffel in nichts nach, denn schon in den ersten fünf Tagen nach Release wurde die Staffel fast eine Million Mal gestreamt – noch mehr als der Auftakt der Reihe. Mittlerweile steht die Zahl aller bisherigen Streams dieser Serie bei über 8 Millionen – ganz schön beachtlich für ein ARD-Angebot, das so mancher noch für angestaubt hält. Die Mediathek selbst wächst ebenfalls kontinuierlich: Täglich klicken sich mittlerweile rund 3,8 Millionen Menschen durch das Angebot und die Monatswerte erreichen locker die 26-Millionen-Grenze, im Februar gab es mit 29 Millionen Nutzenden sogar einen Allzeit-Bestwert. Das erste Quartal 2026 markiert obendrein das erfolgreichste aller Zeiten. Achso, rein formell: Die Zahlen stammen von der AGF Videoforschung (Stand: 11. Mai 2026).
Mit Rekordzahlen starten die ARD-Dokus "XATAR – ein Leben ist nicht genug" (ca. 1,7 Mio. Abrufe) und "In höchster Not", Staffel 2 (knapp 1 Mio. in 5 Tagen) in die neue Mediatheksaison. Die Plattform zieht inzwischen täglich rund 3,8 Mio. Nutzende an und verzeichnete im Februar über 29 Mio. monatliche Kontakte – der stärkste Wert seit Bestehen. Erkennbar ist, dass Streaming-Angebote öffentlich-rechtlicher Sender inzwischen zu ernsthaften Alternativen für ein breites Publikum werden, wobei besonders gesellschaftsrelevante oder polarisierende Dokuformate auffallen. Neuere Analysen zeigen zudem ein gesteigertes Interesse jüngerer Zielgruppen an dokumentarischen Inhalten, die gesellschaftskritische oder biografische Themen behandeln. Auch der Kampf um Aufmerksamkeit im Streaming-Bereich nimmt zu: Um sich gegenüber internationalen Anbietern wie Netflix, Amazon und Co. zu behaupten, stockt die ARD Mediathek ihr Angebot an exklusiven Formaten gezielt auf. Zuletzt berichten Medien wie die Süddeutsche und Spiegel über die zunehmende Relevanz öffentlich-rechtlicher Streaming-Plattformen für gesellschaftliche Debatten und deren Bedeutung für den Erhalt einer diversen Medienlandschaft.