Kurzum: Karin Prien will die bislang existierende Regelung aus dem Jugendschutzgesetz kippen, die unter Umständen Alkoholkonsum bei Jugendlichen ab 14 in Begleitung erlaubt. Das Ministerium sieht Suchtprävention als Schlüsselfrage und verweist dabei auf steigende Gesundheits- und soziale Risiken für Jugendliche. Hinter dem Vorstoß steht eine größere Reform der Kinder- und Jugendhilfe, die derzeit mit Fachkreisen diskutiert und voraussichtlich noch 2024 umgesetzt werden soll. In den vergangenen Tagen hat das Thema in führenden deutschen Medien für Diskussionen gesorgt. Süddeutsche Zeitung berichtet, dass der Schritt von einigen Gesundheitsverbänden ausdrücklich begrüßt wird, aber Kritiker anmerken, dass Verbote nicht automatisch zu verantwortungsbewusstem Umgang führen (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Die FAZ hebt hervor, dass Studien einen europaweiten Rückgang beim Alkoholkonsum Jugendlicher zeigen, aber die Lockerung offenbar keinen merklichen Anstieg in Deutschland bewirkt habe (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung). Die ZEIT bringt Stimmen von Erziehungswissenschaftlern, die ein stärkeres Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Jugendlichen als wirksamere Schutzmaßnahme betrachten (Quelle: Die Zeit).