Joachim Gauck positioniert sich entspannt in der Debatte um das nächste deutsche Staatsoberhaupt und betont, dass nicht das Geschlecht, sondern charakterliche und menschliche Qualitäten entscheidend sind. Er öffnet somit das Feld für alle Bewerber*innen – unabhängig von etwaigen Repräsentationsdebatten, obwohl auch er eine Frau an der Spitze durchaus gutheißen würde. Interessant: In aktuellen Medien und Kommentaren ist das Thema Diversität bei politischen Spitzenpositionen weiterhin sehr präsent, allerdings werden konkrete Namen für das Amt meist aus taktischen Gründen nicht frühzeitig genannt. Aktuelle Entwicklungen um Bundespräsidentschaft und Gleichstellung zeigen, dass in Deutschland zwar einerseits das Ringen um Repräsentation auf vielen Ebenen geführt wird, andererseits aber Stimmen wie Gaucks den Fokus auf individuelle Eignung lenken. Noch immer wird lebhaft diskutiert, ob durch explizite Frauenförderung alte Strukturen aufgebrochen werden oder ob dies letztlich 'Quoten-Frauen' schafft, wie auch in aktuellen Analysen auf großen deutschen Nachrichtenwebseiten zu lesen ist. Besonders im Zusammenhang mit der jüngsten Diskussion um das Spitzenpersonal im politischen Berlin ergeben sich neue Perspektiven: Nicht Geschlecht, sondern Kompetenz, Integrität und Kommunikationsfähigkeit geraten zunehmend ins Zentrum der Erwartungen.