Fangen wir mit dem Kern an: Am Samstagabend trafen die Freiburger im heimischen Stadion auf die Wolfsburger – und es wurde das, was man wohl ein zähes Duell im Endspurt der Saison nennt. Nach einer etwas ereignisarmen ersten Halbzeit mit leichtem Übergewicht bei den ‚Wölfen‘, war es Konstantinos Koulierakis, der in der 55. Minute sein Premierentor für die Gäste erzielte: Eine Ecke kam scharf von Eriksen, Koulierakis stieg hoch und versenkte den Ball per Kopf – ausgerechnet ins Freiburger Netz. Die Freiburger, deren Defensive wackelte und die vorne nie wirklich zwingend aussahen, schüttelten sich kurz. Dann, in der 75. Minute, schlug Lienhart zu: Nach einem Einwurf behauptete er sich artistisch per Kopfball und bugsierte das Leder via Innenpfosten ins Gehäuse. Vorher hätte es bereits klingeln können – Eriksen traf für Wolfsburg nur den Pfosten, und Manzambi verzog knapp. Im Grunde verpassten beide Teams mehrere Male den Lucky Punch. Freiburg versuchte nach dem 1:1 mehr, riskierte, aber die Wolfsburger waren bei Kontern gefährlich – irgendwie lag bis zum Abpfiff Spannung in der Luft, aber Zählbares kam nicht mehr dazu. Am Ende verlassen beide das Feld mit einem Punkt, der... sagen wir es vorsichtig: Keinem wirklich groß hilft. Freiburg hätte gern mehr im Rennen um Europa geholt, Wolfsburg braucht jeden Zähler, um sich aus der Abstiegszone zu befreien. Letztlich heißt das: Platz 7 für die Breisgauer, Relegationsrang 16 mit sechs Punkten Rückstand auf Platz 15 für die Niedersachsen. Ach ja, und das Gefühl, dass das Saisonfinale für beide nervenaufreibend bleibt.
Das 1:1 zwischen Freiburg und Wolfsburg war ein Spiegelbild beider Saisonverläufe: Durchwachsen, kämpferisch, aber ohne den großen Durchbruch. Wolfsburg konnte seine Überlegenheit zunächst nicht in klare Tore ummünzen – der Pfostenschuss in Halbzeit eins passte ins Bild –, während Freiburg besonders im zweiten Durchgang zulegte und zumindest mit dem Ausgleich belohnt wurde. Beide Teams stehen auf wackeligem Boden: Wolfsburgs Relegationsangst bleibt nach dieser Punkteteilung bestehen, Freiburg hat die europäischen Plätze zwar noch im Blick, muss aber dringend Erfolge nachlegen. Laut einer Analyse in der Süddeutschen Zeitung war Wolfsburgs Defensive in den entscheidenden Momenten zwar stabil, lässt aber über die Saison hinweg zu viele Chancen ungenutzt Quelle: Süddeutsche Zeitung. Der Kicker hob hervor, dass der Remis-Endstand ein gerechter Spiegel des Kräfteverhältnisses war, bemerkte jedoch, dass Freiburgs Nachlässigkeiten im ersten Abschnitt fast die Punkte gekostet hätten Quelle: Kicker. Zeit Online betonte in seiner Spielpause, dass sich der Abstiegskampf in dieser Saison besonders dramatisch zuspitzt, gerade weil die direkten Duelle zwischen den Kellerkindern ausgeblieben sind Quelle: Zeit Online.