Wahrscheinlich werden sich die Gladbacher Anhänger an diesen Abend noch eine Weile zurückerinnern. Mit dem 1:0 gegen Dortmund ist die Sorge ums Überleben in der ersten Liga erstmal geklärt – Erleichterung machte sich im Borussia-Park breit. Der Matchplan von Gladbach war offensichtlich: Pressen, laufen, im richtigen Moment Nadelstiche setzen – und das mit erstaunlicher Konsequenz, wie selten in dieser Saison. Schon in Hälfte eins fühlte sich die Begegnung fast wie ein Belagerungszustand an, vorne köpfte Engelhardt beinahe ein, während Dortmund kaum zu Atem kam. Zu sagen, Dortmund hätte offensiv geglänzt, wäre schlicht übertrieben. Fábio Silvas beste Möglichkeit – kläglich drüber, elf Meter, keiner weiß so genau, warum. In der zweiten Halbzeit knüpften die Gastgeber fast nahtlos an ihr Programm an, wenn auch ein wenig fahrig vor dem Tor. Überragend: Kobel, der BVB-Keeper, hielt Dortmund mit stoischer Ruhe und ein, zwei richtig starken Paraden im Rennen. Als dann Reitz kurz vor Schluss in den Strafraum einflankt und Tabakovic eiskalt einnetzt, stockte vielen der Atem – der VAR kontrollierte (wie immer gefühlt ewig), doch das Tor bestand. Riesenjubel, Happy End für Gladbach. Bei Dortmund herrschte eher die Laune einer vertanen Gelegenheit – der zweite Platz ist weiterhin nicht sicher.
Gladbach sichert sich mit einem verdienten 1:0-Heimsieg gegen Borussia Dortmund den Klassenerhalt und sorgt bei Fans wie Spielern für einen emotionalen Befreiungsschlag. Dortmund war in beiden Halbzeiten zwar bemüht, aber blass und ideenlos im Spiel nach vorn. Trotz guter Paraden von Kobel und einer vergebenen Großchance von Silva brachen die Gäste am Ende ein, als Tabakovic nach Vorarbeit von Reitz das entscheidende Tor markierte; dabei hielt der VAR das Spiel nochmals kurz in Atem.
Ergänzend zeigen aktuelle Medienberichte, dass der BVB nach dieser Niederlage einen heftigen Motivationsdämpfer im Kampf um die Champions-League-Plätze hinnehmen musste, während Gladbach feiert und die Weichen für die kommende Saison stellt. Außerdem diskutieren Experten, warum der BVB defensiv erneut Schwächen zeigte und ob Trainer Terzić auf der Zielgeraden noch Impulse setzen kann. Nicht zuletzt loben Kommentatoren die unbändige Willenskraft von Gladbach und sehen in Tabakovic einen versönlichen Helden dieses turbulenten Abends.