Laut Wadephul habe er im Telefonat die deutsche Unterstützung für eine diplomatische Lösung nochmal deutlich gemacht – wobei es ihm auch wichtig schien, das festzuhalten. "Wir stehen als Partner an der Seite der USA: Iran darf keinerlei Nuklearwaffen besitzen, alles muss transparent und überprüfbar sein. Und die Sperrung der Straße von Hormus muss umgehend aufhören", erklärte Wadephul. Dass er sich hier auf eine Parallele zu Marco Rubio, dem US-Außenminister, berief, klang fast schon wie ein politisches Echo. Nach dem öffentlichen Schlagabtausch zwischen Präsident Trump und Kanzler Merz – dabei ging es darum, ob Amerika im Iran-Konflikt überhaupt eine Linie verfolgt – legt Deutschland Wert darauf, zwischen den Stühlen nicht zerrieben zu werden. Noch klingen die Nachwirkungen: Die Bemerkung des Kanzlers, die US-Seite komme ohne klare Strategie daher, hatte Trump aufgebracht und letztlich dazu geführt, dass angekündigt wurde, 5.000 US-Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Ob da diplomatische Telefonate noch reichen? Nun ja, das bleibt vorerst eine offene Frage.
Johann Wadephul hat in einem Telefonat mit Irans Außenminister an der Notwendigkeit einer politischen Lösung erinnert und die enge Abstimmung mit den USA bekräftigt. Im Zentrum des Gesprächs stand die Forderung, dass Iran auf Atomwaffen verzichten und die Straße von Hormus nicht weiter blockieren soll. Die deutsche Diplomatie steht dabei klar zwischen den Interessen der USA und einer eigenständigen europäischen Linie – und die aktuellen Spannungen zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump unterstreichen, wie fragil das Verhältnis geworden ist. Ergänzend ist in aktuellen Analysen erkennbar, dass Deutschlands Spielraum durch die Abhängigkeit von US-Militärpräsenz in Europa begrenzt und die Erwartung auf konstruktive iranische Schritte eher gedämpft ist. In der Zwischenzeit hat der Iran mehrfach betont, keinen Bau von Nuklearwaffen anzustreben, während europäische Diplomaten weiterhin eine Rückkehr zu multilateralen Gesprächen fordern.