SPD bringt Digitalsteuer ins Spiel: Klare Haltung gegenüber US-Handelsdrohungen gefordert

Sebastian Roloff von der SPD-Fraktion verlangt von der EU eine entschlossene Antwort auf die jüngsten US-Strafzoll-Androhungen – und sieht die Digitalsteuer für große amerikanische Tech-Giganten als passendes Druckmittel. Im Streit zeigt sich aus Sicht der SPD: Nachgeben ist keine Option.

heute 17:47 Uhr | 5 mal gelesen

Eine Digitalsteuer, die einige der größten US-Digitalunternehmen wie Meta, Amazon oder Google betrifft, wäre nach Ansicht von Roloff ein gutes Instrument, um Washington klarzumachen, dass Europa nicht tatenlos zuschaut. Die von der US-Administration angedrohten 25-Prozent-Einfuhrzölle auf europäische Fahrzeuge – darunter vor allem auch Lastwagen und Autos aus Deutschland – könnten die ohnehin angeschlagene hiesige Automobilindustrie massiv treffen. Roloff warnt ausdrücklich davor, sich von den erneuten Handelsdrohungen beeindrucken zu lassen: Bereits in der Vergangenheit sei es ein Fehler gewesen, gegenüber Trump-Kursen nachzugeben. "Wir brauchen eine Haltung, die den USA zeigt, wie sehr auch sie auf den reibungslosen Austausch im Welthandel angewiesen sind."

Sebastian Roloff fordert eine robuste Reaktion der EU auf geplante US-Zölle gegen europäische Fahrzeuge und wirft die Digitalsteuer als Druckmittel in den Ring. Eine solche Steuer würde gezielt US-Firmen treffen und zeigen, dass Europa nicht bereit ist, jeden Schritt aus Washington hinzunehmen. Aktuelle Stimmen aus Wirtschaft und Politik fordern inzwischen verstärkt einheitliche europäische Aktionen, um den Handelskonflikt zu deeskalieren und der beiderseitigen Abhängigkeit Rechnung zu tragen. Interessant dabei: In anderen EU-Staaten, etwa Frankreich, wird bereits über ähnliche Maßnahmen diskutiert. Außerdem kritisieren mehrere Beobachter, dass der Streit zu Lasten der Arbeitsplätze gehen könnte und die ohnehin fragile Lieferkette belasten dürfte. Mehrere Medien berichten, dass die transatlantischen Beziehungen im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen erheblich unter Druck geraten sind und Deutschlands Wirtschaft vor allem auf solidarische EU-Antworten hofft.

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