Bundesliga-Relegation: Paderborn jubelt, Wolfsburg am Boden

Paderborn gelingt der Sprung in die Bundesliga – Wolfsburg muss nach fast drei Jahrzehnten in die zweite Liga absteigen.

25.05.26 23:22 Uhr | 1 mal gelesen

Man glaubt ja manchmal, es gäbe im Fußball nichts Neues mehr – und doch: Paderborn hat's allen gezeigt. Im alles entscheidenden Relegationsrückspiel rangen die Ostwestfalen den VfL Wolfsburg mit 2:1 nieder. Das Hinspiel? Ein müdes 0:0, so ereignislos, dass man es fast vergessen könnte. Schon nach wenigen Minuten die kalte Dusche: Wolfsburg legt durch Dzenan Pejcinovic vor, feine Vorarbeit über die linke Seite, mit Übersicht in die Mitte. Aber dann, mitten in Paderborns Schockstarre, grätscht Joakim Maehle Wolfsburg mit doppelter Gelber Karte aus dem Spiel – Unterzahl nach gerade mal einer Viertelstunde, Wahnsinn. Paderborn übernimmt zunehmend das Kommando, wälzt Ballbesitz fast wie eine unsichtbare Walze über den Platz. Die spielerischen Früchte ernten sie dann nach einem Einwurf: Brackelmann verlängert, Bilbija nickt ein – plötzlich alles wieder offen. Die zweite Halbzeit, geprägt von Chancenwucher auf Paderborner Seite, wirkt wie ein Test für schwache Nerven. Wolfsburg erwacht kurz, als Paderborns Kräfte schwinden. Die Gastgeber werfen alles nach vorne, setzen am Ende auf die Flankenmaschine Richtung Tigges und Michel. Als dann noch Michel am Pfosten scheitert, ist die Verlängerung unvermeidbar. Dort dreht er schließlich den Spieß um: Flanke auf Curda, Kopfball, Tor. In den letzten Minuten rennt Wolfsburg verzweifelt an, doch der SCP-Keeper Seimen hält, was zu halten ist. Und so kommt es, dass der VfL nach 29 Jahren Bundesliga-Permanenz erstmals runter muss. Für Paderborn? Jubel, zum dritten Mal die Fahrkarte für die Erstklassigkeit gelöst. Irgendwie fühlt sich das alles wie ein bittersüßer Fußballroman an – einer, bei dem es diesmal den Traditionsclub trifft.

Paderborn hat mit einer leidenschaftlichen Mannschaftsleistung die Sensation geschafft und Wolfsburg, nach nahezu drei Jahrzehnten ununterbrochener Bundesliga-Zugehörigkeit, in die 2. Liga befördert. Entscheidende Momente waren die frühe Wolfsburger Führung, das schnelle Platzverweis-Drama und Paderborns unermüdlicher Einsatz, insbesondere in der Verlängerung. In den Medien wurden vor allem der emotionale Absturz für Wolfsburg, Paderborns kontinuierliche Entwicklung und die Bedeutung für die Bundesliga hervorgehoben. Nach aktuellem Stand beschäftigen sich viele Berichte mit möglichen Personalrochaden bei Wolfsburg und den finanziellen Auswirkungen des Abstiegs – einen echten Neuaufbau scheint es zu geben. Zudem wird über Paderborns Chancen in der kommenden Saison und die Bedeutung des Aufstiegs für den Verein reflektiert.

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