CDU-Landeschef Peters fordert rasche Entscheidung zu Spahn-Nachfolge

Daniel Peters, CDU-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern, macht Druck: Nach dem Rückzug von Jens Spahn als Fraktionsvorsitzender der Union dürfe es kein Personalkarussell geben, sondern eine zügige Nachfolgeregelung.

heute 05:03 Uhr | 6 mal gelesen

Im Politico-Podcast Berlin Playbook sprach Daniel Peters einen Punkt an, der so manchen CDU-Anhänger derzeit umtreibt: Die Partei solle sich nicht in langwierigen Personaldebatten verlieren, sondern bald Klarheit schaffen, wer Jens Spahn als Unionsfraktionschef folgt. Schließlich, erklärte Peters, wüssten die Leute über die aktuellen Probleme im Land genug – und hätten wenig Verständnis dafür, wenn sich ihre Vertreter bloß um Parteiposten stritten. Nebenbei zweifelte Peters an, ob das Kabinett personell unverändert bleiben sollte. Interessanterweise zeigte er sich offen für einen möglichen CSU-Fraktionschef, lobte Alexander Dobrindt für dessen Kurs in der Innenpolitik – ein Kompliment, das aus Norddeutschland nicht alltäglich ist. Trotzdem wich Peters der Frage aus, wen er persönlich favorisiert. Aber: Er setze auf das Urteil von Parteichef Merz und CSU-Chef Söder, denen er zutraut, „in nächster Zeit eine vernünftige Wahl zu treffen“. Das klingt nach Vertrauen, aber auch nach dem Wunsch, das Thema möglichst schnell abzuräumen.

Peters will eine schnelle Nachfolge für Jens Spahn, um die CDU handlungsfähig zu halten. Für parteiinterne Streitereien sieht er keinen Platz, vielmehr erwarteten die Wähler konstruktive Politik. Die Aussicht auf Veränderungen im Bundeskabinett schließt er nicht aus, spricht aber das letzte Wort Bundeskanzler Friedrich Merz zu – ein Indiz dafür, wie angespannt und offen aktuell die Personaldebatte innerhalb der CDU und der Unionsfraktion geführt wird. Die Meinungen zur Spahn-Nachfolge gehen innerhalb der Union weit auseinander: Während einige für Kontinuität plädieren, wünschen sich andere einen Neuanfang mit frischem Personal und neuen Ansätzen. In jüngsten Medienberichten wird immer wieder die Unruhe in der Fraktion angesprochen, da die Nachfolgesuche als Test für das Machtgefüge an der Parteispitze gesehen wird – vor allem mit Blick auf die kommenden Wahlen. Zudem rückt die Frage nach der Frauenquote, Diversität und regionaler Ausgewogenheit bei der Besetzung leitender Posten erneut in den Fokus.

Schlagwort aus diesem Artikel