Champions League: Leverkusen zieht nach Nullnummer ins Achtelfinale ein

Mit einem kontrollierten 0:0 gegen Olympiakos Piräus genügte Bayer Leverkusen ein solides Heimspiel, um nach dem 2:0-Hinspielsieg in das Achtelfinale der Champions League einzuziehen. Von Anfang an zeigten beide Teams Einsatz – doch wirkliche Highlights blieben Mangelware.

24.02.26 23:04 Uhr | 3 mal gelesen

Gleich zu Beginn wirkte Leverkusen erstaunlich wach und spielfreudig: Schon nach ein paar Minuten lauerten sie vor dem gegnerischen Tor, Patrik Schick köpfte haarscharf vorbei, Hofmann fand im griechischen Keeper Tzolakis seinen Meister. Auch Schicks frecher Versuch, den Ball über Tzolakis zu heben, war reizvoll – aber das Glück fehlte. Olympiakos versuchte es mit resolutem Pressing, doch die meiste Zeit blieb ihre Offensive so zahm, dass Leverkusens Abwehr gar nicht groß ins Schwitzen kam. Chiquinho mit einem Weitschuss, Martins mit einem Versuch – das war alles, mehr kam von den Gästen kaum. Mit zunehmender Spielzeit schwenkte Leverkusen um: Sie fingen an, das Spiel zu entschleunigen, bloß nicht zu viel riskieren. Chancen? Selten bis gar nicht. Grimaldo hämmerte aus spitzem Winkel an die Latte, das war noch am ehesten erwähnenswert. Im letzten Abschnitt gab sich die Werkself dann ganz abgeklärt; Andrichs Kopfball nach einer Ecke streichelte die Latte, Luiz vergab für die Griechen aus der Distanz. Die gelbe Karte gegen Pirola in der Nachspielzeit war nur noch eine Randnotiz. Insgesamt ein reifes Ergebnis – im Grunde hatte Leverkusen nie Zweifel an seinem Weiterkommen zugelassen.

Bayer Leverkusen hat mit dem torlosen Remis im Rückspiel gegen Olympiakos Piräus letztlich routiniert das Ticket für das Achtelfinale gelöst. Trotz einiger Offensivaktionen in der Anfangsphase konzentrierte sich die Werkself später vor allem auf Spielkontrolle und Absicherung des Vorsprungs. Olympiakos zeigte sich bemüht, doch in den entscheidenden Szenen fehlte es ihnen an Durchschlagskraft, weshalb ihr Ausscheiden verdient ist. – Interessanterweise setzt Leverkusen damit seine beeindruckende europäische Saison fort, nachdem die Mannschaft auch national quasi ungeschlagen durch den bisherigen Wettbewerb marschiert ist. Trainer Xabi Alonso scheint der Mannschaft neue Stabilität und Selbstbewusstsein eingehaucht zu haben, was sie sowohl in Defensive als auch Offensive spüren lassen. Laut aktuellen Presseberichten ist Leverkusen mittlerweile einer der meistgehandelten Geheimfavoriten für das diesjährige Viertelfinale; gleichzeitig wird diskutiert, wie nachhaltig diese Entwicklung und der „Alonso-Effekt“ für Klub und Bundesliga sein könnten.

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