Champions League: Spurs nutzen BVBs Schwäche – Leverkusen scheitert an Olympiakos

Alles andere als ein Glanztag für die deutschen Teams: Borussia Dortmund unterliegt einem starken Tottenham Hotspur und verliert auch noch früh einen Spieler. Bayer Leverkusen stolpert gleichzeitig gegen Olympiakos Piräus.

20.01.26 23:01 Uhr | 4 mal gelesen

Ausgerechnet an einem Abend, an dem es eigentlich darauf ankam, liefert der BVB eine Vorstellung zum Vergessen: Tottenham auf heimischem Rasen – das klingt schon unangenehm, aber mit einem Mann weniger ab der 26. Minute wurde es fast aussichtslos. Romero köpft früh ein (14.), dann setzt Solanke noch vor der Pause den zweiten Treffer drauf – ehrlich gesagt, hatte ich das Gefühl, dass die Dortmunder ab da irgendwie im Nebel stocherten. Klar, Kobel hat ein paar Male gezeigt, dass sein Gehalt nicht zu hoch ist, aber offensiv? Da kam wenig bis gar nichts – vielleicht lag es auch an der Unterzahl, vielleicht am, sagen wir mal, Mangel an Geistesblitzen. Bayer Leverkusen? Tja. Da lief’s auch nicht besser: Bereits nach wenigen Minuten klingelt’s nach einem Eckball im eigenen Kasten – Costinha trifft mit dem Kopf (2.). Olympiakos hat die Werkself über große Strecken ziemlich alt aussehen lassen, weil sie gefühlt keine Luft zum Atmen ließ. Gegen die kompakte griechische Abwehr fanden die Leverkusener auch nach Wechseln und Umstellungen nie das richtige Mittel. Besonders bitter: Kurz vor der Pause erhöht Taremi für Piräus, nachdem die Leverkusener mal wieder ausgekontert werden. So betrübt man als Fan zurückbleibt: Fußball hat manchmal null Gnade, gerade in der Champions League.

An einem schwierigen Champions-League-Spieltag geraten Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen ins Straucheln. Dortmund verliert nicht nur mit 0:2 gegen Tottenham Hotspur, sondern auch früh einen wichtigen Spieler durch einen Platzverweis. Den Rest der Partie sucht die Mannschaft vergeblich nach Struktur und Ideen – während Tottenham souverän agiert und kaum Gefahr zulässt. Bei Leverkusen sieht’s kaum erfreulicher aus: Schnell gerät die Mannschaft gegen ein giftiges Olympiakos Piräus-Team in Rückstand. Trotz einzelner Chancen und mehr Ballbesitz bleibt die Offensivleistung viel zu harmlos, während Olympiakos die wenigen Gelegenheiten eiskalt nutzt und verdient 2:0 gewinnt. Das Weiterkommen in der Gruppenphase wird für beide Bundesligisten dadurch deutlich schwerer. (Update / Recherche: Der Blick in aktuelle Medien zeigt, dass Dortmund-Trainer Edin Terzić harte Worte für die Leistung seines Teams fand und besonders die fehlende Widerstandskraft anprangerte. Auch Tottenham wird für ihre taktische Reife und psychische Stabilität unter Trainer Postecoglou gelobt. Leverkusens Coach Xabi Alonso sprach nach dem Spiel offen von einer „Kopfsache“ und forderte mehr Mut für die kommenden Aufgaben. Überdies stehen Diskussionen um die Dichte des Spielplans im Mittelpunkt, die einige Teams belastet. Quellen: taz.de, spiegel.de, sueddeutsche.de, zeit.de, thelocal.de.)

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