Doch das eigentliche Unruheherd-Thema: US-Präsident Trump – ausgerechnet mit neuen Drohgebärden im Handelsstreit um Grönland. Klingt wie ein satirischer Polit-Thriller? Die Märkte jedenfalls zucken heftig. Viele Investment-Profis hoffen indes, dass Trump nur den Poker blufft und Geplänkel für echte Verhandlungen sucht. Ein offener Konflikt um Grönland – sogar NATO-intern? Kaum jemand will sich das momentan ernsthaft ausmalen.
Was indes typisch bleibt: Wer kann, zieht sich in Edelmetalle zurück. Der Goldpreis legte mal wieder eine ordentliche Rally hin, mit einem abendlichen Sprung auf 4.757 US-Dollar je Feinunze – ein sattes Plus von 1,8 Prozent. Der Euro zeigte sich ungewöhnlich robust, stand bei 1,1717 US-Dollar beziehungsweise der Gegenwert: Ein Dollar brachte noch 0,8535 Euro. Im Ölgeschäft blieb dagegen fast alles ruhig – Brent cruiste bei 63,87 US-Dollar pro Fass, nur minimale 7 Cent unter dem Vortageswert.
Die US-Börsen stehen erneut unter massivem Druck – ausschlaggebend sind die jüngsten Eskalationen im Handelsstreit, der diesmal einen unerwarteten Dreh mit Blick auf Grönland bekommt. Während Anleger das Risiko eines echten Konflikts noch für gering erachten, schafft bereits die Andeutung eines neuen Handelskrieges eine nervöse Stimmung und vertreibt Kapital aus den Aktienmärkten. Auffällig bleibt die Flucht in Gold und der anziehende Euro-Kurs, während der Ölpreis seine Talfahrt nur leicht fortsetzt.
Zusätzliche aktuelle Entwicklungen, etwa laut FAZ, zeigen, dass die Unsicherheiten an den Weltmärkten durch weitere Signale von Handelsprotektionismus und Unsicherheiten rund um die Geldpolitik der US-Notenbank verstärkt werden. Laut Zeit Online beobachten Analysten zudem, dass Investoren auch auf politische Unsicherheiten in Europa und die Auswirkungen von Zinspolitik reagieren. Nach Spiegel Online sind es neben geopolitischer Unsicherheit auch schwächere Wirtschaftsdaten aus China, die die Schockwellen an den US-Märkten begünstigen.