62. Grimme-Preis: Zwei ARTE-Koproduktionen unter den Gewinnern
Straßburg/Berlin – Die Jurys haben heute die Preisträger des 62. Grimme-Preises für 2026 bekanntgegeben. Die feierliche Übergabe der begehrten Auszeichnungen findet am 24. April im Theater Marl statt. Besonders freuen darf sich ARTE: Zwei Produktionen, die sich mit aktuellen, gesellschaftlich relevanten Themen befassen, wurden gewürdigt: 'Sudan – Ein Krankenhaus im Schatten des Krieges' und 'Petra Kelly – Act Now!'.
heute 11:50 Uhr | 1 mal gelesen
Falls noch niemand darauf hingewiesen hat: Manchmal lenkt schon die bloße Nennung eines Preises die Gedanken auf all das, was noch unerzählt geblieben ist. Der 62. Grimme-Preis macht da keine Ausnahme. Zwei ARTE-Koproduktionen konnten die Jury überzeugen – was, ehrlich gesagt, nicht überrascht, wenn man sich die Themen ansieht. Zum einen wäre da 'Sudan – Ein Krankenhaus im Schatten des Krieges', ein Film von Carl Gierstorfer und Laura Salm-Reifferscheidt (ZDF/ARTE), der in bedrückenden Bildern die Brutalität des Krieges gegen die Menschlichkeit stellt. Das zweite Projekt, 'Petra Kelly – Act Now!' von Doris Metz (rbb/BR/RB/ARTE), zieht eine Verbindung zwischen der politischen Aktivistin und heutigem Engagement. Wer nähere Fragen zur ARTE-Kommunikation hat, kann übrigens direkt Tonja von Thaden (Presse & PR) kontaktieren. Weitere Details und Links: http://ots.de/5f205d.
Der 62. Grimme-Preis honoriert zwei ARTE-Koproduktionen für ihre intensive Auseinandersetzung mit zeitgeschichtlichen und gesellschaftlichen Themen. Die Dokumentation 'Sudan – Ein Krankenhaus im Schatten des Krieges' zeigt, wie medizinisches Personal und Zivilisten unter lebensbedrohlichen Bedingungen im Süden Sudans ausharren und weitermachen – ein Thema, das angesichts der aktuell eskalierenden Konflikte in Afrika kaum an Dringlichkeit verliert. Die zweite ausgezeichnete Produktion, 'Petra Kelly – Act Now!', beleuchtet das Vermächtnis einer der einflussreichsten Umwelt- und Friedensaktivistinnen Deutschlands und zieht Parallelen zur heutigen Protestkultur, was der Serie der politischen Porträts eine neue Aktualität verleiht. Im Kontext der jüngsten Entwicklungen in Sudan (mit neuen Gewaltausbrüchen und humanitärer Notlage) und dem zunehmenden Interesse an nachhaltigem Aktivismus (etwa Fridays for Future, Lützerath-Besetzung oder Agrardemonstrationen in Deutschland) werden diese Produktionen besonders relevant. Der Grimme-Preis selbst bleibt einer der wichtigsten Indikatoren für Qualität und gesellschaftlichen Anspruch in der deutschen Fernsehlandschaft, und das Jahr 2026 unterstreicht das einmal mehr durch die Präferenz für investigativ-journalistische und historische Formate.