Die Forderungen nach einer fairen Digitalabgabe für große Technologieunternehmen gewinnen in Deutschland immer mehr Unterstützer, vor allem weil Plattformen wie Google oder Facebook vom Journalismus profitieren, aber kaum zu dessen Finanzierung beitragen. Medienhäuser und Politiker betonen die Notwendigkeit einer gerechten Erlösverteilung, um unabhängige und vielfältige Berichterstattung aufrechtzuerhalten. Angesichts sinkender Werbeeinnahmen traditioneller Medien und steigender Marktmacht von Tech-Konzernen ist die Debatte über neue Finanzierungsmodelle, wie eine Digitalsteuer, aktueller denn je. Tatsächlich gab es kürzlich Initiativen auf EU-Ebene sowie Ankündigungen aus Frankreich, die Besteuerung für digitale Plattformen endlich entschlossener anzugehen. Hinzu kommt, dass Medienhäuser in Ländern wie Australien und Kanada bereits erfolgreich Umverteilungsregelungen durchgesetzt haben – dies erhöht den Druck auf Deutschland, nachzuziehen. Angesichts wachsender Desinformation und der Bedrohung lokaler Medien durch fehlende Finanzierung gewinnt die Forderung nach einer echten Digitalabgabe zusätzlich an Dringlichkeit.
12.03.26 11:47 Uhr