Christoph Breinschmid steuert jetzt den Master European Studies – Management of EU Projects

Eisenstadt – Vom Student zum Head: Christoph Breinschmid übernimmt die Leitung des englischsprachigen Master-Studiums an der Hochschule Burgenland. Als Experte für EU-Projektarbeit will er das Praxisprofil des Programms weiter schärfen.

heute 11:07 Uhr | 2 mal gelesen

Es kommt nicht alle Tage vor, dass jemand direkt vom eigenen Studienabschluss in die Leitung des einst selbst durchlaufenen Masterprogramms aufsteigt. Doch genau darauf läuft es für Christoph Breinschmid hinaus: Der gebürtige Niederösterreicher tritt mit Anfang 2024 die Nachfolge von Gerda Füricht-Fiegl an, die an die FH St. Pölten wechselt. Breinschmid kennt die Hochschule Burgenland wie seine Westentasche – und auch das Terrain rund um EU-Förderprojekte, Kooperationen und internationales Projektmanagement ist ihm seit mehr als anderthalb Jahrzehnten aus verschiedener beruflicher Perspektive vertraut. Die Mischung aus Lehrpraxis, Beratungs-Know-how und Stationen in NGOs, Ministerien und als Gründer einer eigenen Agentur macht ihn zugleich zum Generalisten und Spezialisten für das vielschichtige Feld der europäischen Zusammenarbeit. Besonders spannend: In seiner Zeit als Sprecher im Finanzministerium prägte er die Kommunikation während Österreichs EU-Ratspräsidentschaft mit. Was macht er nun anders? Breinschmid will, so betont er es fast mit jugendlicher Ungeduld, die Verbindung von Theorie und praktischer Umsetzung ausbauen – also noch mehr echte Projekte mit internationalen Partnern direkt in die Lehre einbauen. Zumal sich das europäische Projektmanagement in einer Dauertransformation befindet und neue Kompetenzen verlangt, die klassische Vorlesungen selten vermitteln. Verlässlich, erfahren, trotzdem Impulsgeber – so beschreibt ihn auch Silvia Ettl-Huber, Chefin des Departments Wirtschaft, die sich besonders über den „internen Wechsel“ freut. Sie sieht im neuen Studiengangsleiter eine ideale Verbindung aus Kontinuität und frischer Perspektive. Angesetzt bleibt der Master berufsbegleitend, zugeschnitten auf Leute, die meist schon erste Schritte im Berufsleben gemacht haben oder gezielt in die EU-Projektlandschaft einsteigen wollen. Anmeldungen laufen wieder ab Oktober. Ganz ehrlich, dass eine Hochschule ihr Netzwerk und eigenes Alumni-Potenzial in solche Positionen bringt, wirkt selten so stimmig wie hier. Wer weiß – vielleicht entsteht daraus sogar ein kleines Modell für die Verbindung von Praxis, Forschung und angewandtem EU-Engagement.

Mit der Ernennung von Christoph Breinschmid zum neuen Leiter des Masterstudiengangs European Studies – Management of EU Projects setzt die Hochschule Burgenland bewusst auf jemanden, der das Studienprogramm und die europäische Projektszene aus erster Hand kennt. Breinschmid bringt große Erfahrung aus vielen Bereichen der internationalen Zusammenarbeit und legt jetzt einen besonderen Fokus auf anwendungsnahe Ausbildung, die Studierende möglichst früh mit realen Projekten und internationalen Partnerorganisationen zusammenbringt. Angesichts des wachsenden Bedarfs an qualifizierten Fachkräften für EU-Projektförderung und europäische Kooperationen ist dieser Schritt auch ein Signal, wie sich Hochschulen künftig stärker an aktuellen Herausforderungen im europäischen Kontext orientieren können. In aktuellen europaweiten Hochschultrends kann beobachtet werden, dass die Internationalisierung der Lehre und die stärkere Einbindung in reale Problemstellungen immer mehr betont werden. Beispielsweise diskutieren viele Bildungsstätten über den Wert von anwendungsbezogenen Formaten und transnationalen Projekten, um Studierende nicht nur theoretisch, sondern vor allem praktisch zu qualifizieren. Außerdem werden zunehmend Programme geschaffen, die Absolventinnen und Absolventen gezielt für die Arbeit im europäischen Verwaltungs- und Projektwesen fit machen – denn auf absehbare Zeit wird professionelles EU-Projektmanagement weiter an Bedeutung gewinnen.

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