Der neue Alltag: Digitale „Muckis“ und lebenslanges Lernen als Überlebensstrategie

München – Digitalisierung und KI krempeln die Berufswelt um. Viele stellen sich jetzt: Was muss ich eigentlich können, damit ich nicht den Anschluss verliere? Die TÜV SÜD Akademie liefert Antworten und zeigt, wie man mit kleinen Tricks seine digitale Fitness verbessert.

23.04.26 11:24 Uhr | 4 mal gelesen

Digitaler Wandel: Warum wir aus der Übung bleiben müssen

Echt jetzt – plötzlich fühlt sich fast jeder Job ein bisschen nach Science-Fiction an. Roboter, Algorithmen, Programme, die einem in den Kalender greifen oder Mails sortieren. Damit man dabei nicht nur zuschaut, sondern aktiv mitspielt, braucht es heute mehr als Routine: analytisches Denken, auf Zack bei Problemen, und ein bisschen sowas wie den siebten Sinn für schräge Zahlen oder Textwüsten. Teamwork, Kommunikation und Selbstdisziplin werden immer wichtiger, weil ständiger Wandel laut vielen Chefs jetzt zur neuen Normalität gehört. Sebastian Hofmann, Digitalchef der TÜV SÜD Akademie, bringt es so auf den Punkt: „Wer neugierig bleibt und sich den digitalen Trends nicht verschließt, wird überall gebraucht.“ Ein Fischer, der immer nur dieselbe Angel benutzt, fängt halt irgendwann nichts mehr.

Drei praktisch-menschliche Strategien für mehr Digitalkompetenz

1. Kleine, regelmäßige Updates

Wer jeden Montagmorgen fünf Minuten eine neue Funktion in Outlook oder Teams ausprobiert, landet nach ein paar Monaten irgendwo zwischen Nerd und Pragmatiker – und ist auf einmal der „Go-to-Person“ für viele Bürokollegen. Auch banale Routinen – wie endlich den E-Mail-Posteingang ordentlich gliedern – helfen beim Durchblick, vor allem wenn später KI mitmischen soll. Tutorials oder Microlearnings zu Cybersicherheit und KI gibt es wie Sand am Meer; einfach mal eines beim Kaffee einschieben bringt schon was.
Praxistipp: Einfach mal experimentieren, auch wenn ein Ergebnis dabei herauskommt, das keiner versteht – Hauptsache, man bleibt dran.

2. KI clever, aber kritisch nutzen

Die Versuchung ist groß, alles der künstlichen Intelligenz zu überlassen. Aber: Wer nicht jedes Ergebnis prüft, läuft Gefahr, auf die Nase zu fallen – KI kann schließlich auch danebenliegen oder Unsinn erzählen (siehe Halluzinationen bei Chatbots). Daher hilft es, nach jedem KI-Vorschlag wenigstens kurz zu checken: Klingt das alles logisch? Kommt die Info aus einer seriösen Ecke? Und Datenschutz…? Vertrauliches bleibt besser im Kopf oder auf eigenen Servern.
Praxistipp: Standardfrage: „Müsste ich das jetzt glauben, wenn ich’s nicht selbst gemacht hätte?“

3. Alltagsfähigkeiten für die Zukunft trainieren

Kein Hexenwerk: Wer ab und zu mal gegen den Strom schwimmt und Alltagsentscheidungen bewusst trifft (statt Autopilot), übt das, was morgen gebraucht wird – klar argumentieren, mitdenken, Fragen stellen. To-do-Listen helfen, Pausen sind Pflicht. Übrigens: Sich über Feedback freuen (oder ärgern, aber daraus lernen), schult die Resilienz.

Der Tipp vom Digital-Chef persönlich

„Nicht nur im Job, auch privat mal eine KI basteln lassen – Haustiernamen generieren, Reiseplanung, Einkaufslisten? Je mehr man ausprobiert, desto schärfer wird der Blick für Stärken und Schwächen dieser Tools“, meint Sebastian Hofmann. Typisch Mensch: Ohne Ausprobieren bleibt’s Theorie.

Nie aufhören, Neues zu lernen

Ob Neustart oder Wechsel im Unternehmen: Wer mit digitalen Basics umgehen kann, bleibt flexibel. Weiterbildungen, möglichst mit viel Praxis, helfen, das nächste Level zu erreichen. Die Programme der TÜV SÜD Akademie gehen von konkreten Alltagstipps bis zu Profi-Schulungen, auch zu Themen wie EU KI-Gesetz. Und keine Angst: Zwei, drei Schritte im Alltag reichen oft schon aus, um besser dazustehen als viele Kollegen. Mehr Infos gibt‘s unter tuvsud.com/de-de/store/akademie.

Pressekontakt: Laura Albrecht, Public Relations, TÜV SÜD, Westendstr. 199, 80686 München, Tel.: +49 89 5791-2935, E-Mail: laura.albrecht@tuvsud.com

Quelle: TÜV SÜD via news aktuell

Originalmeldung: ots.de/5f893a

Der Druck, digitale Kompetenzen laufend zu verbessern, wächst in nahezu allen Berufsfeldern weiter – nicht zuletzt getrieben durch KI, Automatisierung und schnelle Software-Updates. Viele Unternehmen betonen inzwischen, dass analytisches Denken, Reflexionsfähigkeit und kritisches Prüfen digitaler Inhalte mindestens genauso wichtig seien wie technisches Know-how. Neuere Debatten gehen allerdings einen Schritt weiter: Gerade kleinere Firmen geraten ins Hintertreffen, weil ihnen Zeit und Ressourcen für Weiterbildung fehlen, was die Spaltung des Arbeitsmarkts verstärken könnte. Eine aktuelle Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt zudem, dass nur rund ein Drittel der Befragten angibt, regelmäßig Zeit in digitale Weiterbildungen zu investieren – die Mehrheit fühlt sich von der Geschwindigkeit digitaler Innovationen oft überfordert. Laut DGB warnen gewerkschaftliche Interessenvertreter, dass die Politik auch benachteiligte Arbeitnehmer und ältere Beschäftigte dringend stärker unterstützen müsse. Die Europäische Kommission will im Rahmen der Digitalstrategie bis 2030 erreichen, dass mindestens 80 Prozent der Erwachsenen über grundlegende digitale Kompetenzen verfügen. Neuerdings gewinnen Prüf- und Qualitätssiegel wie ISO/IEC 27001 für IT-Sicherheit oder Zertifizierungen für verantwortungsvollen KI-Einsatz in Unternehmen an Bedeutung – das schlägt sich auch in Angeboten von Weiterbildungsanbietern nieder.

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