Deutsch-Iranischer Handel 2025: Deutlich abgeschwächt

2025 exportierte Deutschland Waren im Wert von knapp 962 Millionen Euro in den Iran – ein kräftiger Rückgang zum Vorjahr.

20.04.26 08:17 Uhr | 8 mal gelesen

Irgendwie sagt es schon alles, wenn Zahlen fast wie fallende Herbstblätter rascheln: 24,5 Prozent weniger Waren gingen 2025 aus Deutschland gen Iran, zumindest nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Gleichzeitig kletterten die Importe aus dem Iran ein bisschen – ein Plus von 1,7 Prozent auf insgesamt 234,5 Millionen Euro, doch das ist im Gesamtbild kaum mehr als ein Wimpernschlag. Wer ein paar Jahre zurückblättert, erkennt das volle Ausmaß des Rückgangs: Verglichen mit 2018 ist der Wert der deutschen Exporte in den Iran um fast zwei Drittel gefallen; Importe liegen nun um knapp die Hälfte niedriger. Damals, vor der großen Sanktionswelle der USA, bewegten sich die Summen noch ganz woanders. Im Ranking der wichtigsten deutschen Exportziele ist der Iran ziemlich abgerutscht, von Platz 68 im Vorjahr auf 72 – ein paar Ränge hinter Staaten, die bei uns kaum auf dem Radar sind. Maschinen machen mit 248,4 Millionen Euro weiterhin den Löwenanteil der deutschen Iran-Exporte aus, aber auch hier geht es steil bergab. Pharmaartikel und chemische Erzeugnisse sind ähnliche Sorgenkinder, deren Werte ebenfalls spürbar nachgegeben haben. Iranische Produkte, vor allem Lebensmittel, sieht man immer seltener auf deutschen Ladentheken. Dass Pistazien aus dem Iran mehr als die Hälfte der gesamten Einfuhren ausmachen, ist eine dieser wirtschaftlichen Fußnoten, die man gern übersieht. Deutschland selbst erzielte 2025 einen Exportüberschuss von immerhin noch über 700 Millionen Euro. Doch die Richtung stimmt nachdenklich: Tendenz weiterhin fallend, was die ersten Monate 2026 mit fast 50 Prozent weniger Exporten bestätigen. Die Zahl der Unternehmen, die überhaupt noch auf dieser Handelsroute unterwegs sind, hat sich seit 2018 dramatisch ausgedünnt. Ob das so bleibt? Die Skepsis ist berechtigt, denn internationale Sanktionen und politische Unsicherheiten lassen wenig Hoffnung auf echte Trendwenden.

Der Handelsaustausch zwischen Deutschland und dem Iran hat 2025 einen deutlichen Dämpfer erhalten: Die deutschen Exporte in den Iran sanken um fast ein Viertel auf rund 962 Millionen Euro, während die Importe leicht auf 234 Millionen Euro stiegen. Haupttreiber für den Rückgang sind die seit Ende 2018 erneuerten US-Sanktionen gegen den Iran, die den internationalen Handel massiv erschweren. Von wichtigen Exportprodukten wie Maschinen, pharmazeutischen Erzeugnissen und Chemikalien blieb 2025 deutlich weniger übrig; Importe konzentrieren sich fast ausschließlich auf Lebensmittel, insbesondere Pistazien. Deutsche Unternehmen meiden das Iran-Geschäft zunehmend: 2024 waren es über 60 Prozent weniger Firmen als noch 2018, sowohl Exporteure als auch Importeure. Die politische Lage bleibt angespannt, und auch internationale Handelsbeziehungen leiden – wie aktuelle Berichte u.a. über weiterhin scharfe Sanktionen und geopolitische Unsicherheiten zeigen. Laut aktuellen Artikeln der FAZ wird betont, dass westliche Sanktionen gegen den Iran weiter verschärft werden, was nicht nur den direkten Handel erschwert, sondern auch internationale Banken verunsichert und selbst humanitäre Ausnahmen kompliziert umsetzbar macht (Quelle: FAZ). Auf Spiegel.de wird darüber berichtet, dass die politische Instabilität im Iran durch die anhaltenden Proteste das Investitionsklima noch weiter verschlechtert und damit auch das Iran-Geschäft für deutsche Unternehmen zunehmend unattraktiv macht (Quelle: Spiegel). Die Süddeutsche Zeitung nimmt in einer aktuellen Analyse außerdem Bezug darauf, dass nicht nur die USA, sondern auch EU-Staaten weitere Sanktionen vorbereiten. Dadurch rücken technisch mögliche Geschäfte zwar nicht komplett außer Reichweite, faktisch wird aber der Spielraum für wirtschaftliche Kontakte immer enger (Quelle: Süddeutsche Zeitung).

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