Da war Achim Oldenburg – überzeugter Tesla-Fahrer, technikbegeistert, fast ein Pionier, was das autonome Fahren betrifft. Doch dann das: Unfall, auf einer schnurgeraden Landstraße, gegen einen Baum. Und das Auto verwandelt sich binnen Sekunden in ein brennendes Wrack. Keine Überlebenschance. Für seine Frau, Anja Oldenburg, beginnt mit diesem Moment eine Suche. Nicht einfach nach Schuld – sondern nach Erklärungen. Sie sagt, Achim habe das automatische Fahrassistenzsystem geliebt, doch die Firma mauert. Keine Daten, keine Auskünfte.
Ähnlich ratlos: Angehörige aus Florida, die einen Familienvater verloren haben. Nichts Genaues weiß man nicht, Tesla bleibt stumm, reißt Lücken in die Aufklärung. Doch die Familie Benavides gibt nicht klein bei, kämpft mit juristischen Mitteln – und ringt dem Konzern nach zähem Streit ein Urteil ab: Haftung anerkannt, in diesem speziellen Fall. Kaum zu glauben, angesichts Teslas rechtlicher Durchsetzungskraft.
Hinter diesen Schicksalen blitzt ein größerer Skandal auf: Sönke Iwersen vom Handelsblatt erhält einen Tipp und trifft sich mit Whistleblower Lukasz Krupski. Das Ergebnis: Gigabytes interner Tesla-Dokumente, Tausende Beschwerden zu Notbremsungen, plötzlicher Beschleunigungen, Softwarepannen. Experten hatten schon lang vor Teslas Autopilot-Experimenten gewarnt; nun betrachten Regierungsstellen in den USA das Treiben genauer. Ehemalige Mitarbeitende reden zum ersten Mal – über Verdrängung, über Repression, über Sicherheitsrisiken, die im Verborgenen bleiben sollten.
Gleichzeitig verschiebt sich das Tempo noch einmal: Elon Musk gibt sich politisch – positioniert sich sichtbar hinter Donald Trump, mischt sich in Regulierungsdebatten ein. Unerwartet mischen sich Unternehmenspolitik, Technik, Moral und Machtinteressen. Plötzlich werden Ermittler der eigenen Tesla-Governance-Abteilung entlassen. Andreas Pichlers Doku verwebt die Stimmen mutiger Insider, tragischer Betroffener und ehemaliger Führungskräfte zu einer eindringlichen, vielschichtigen Erzählung über Risiko, Druck und Kontrollverlust hinter den glänzenden Fassaden.
"Elon Musk Uncovered" (beetz brothers film, Kooperation mit hr, SWR, WDR, NDR, Sky und Handelsblatt, gefördert von IDM Südtirol & Fritt Ord Foundation).
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Originalmeldung: HR Hessischer Rundfunk via news aktuell
http://ots.de/5f8d20
Die neue Doku "Elon Musk Uncovered – Das Tesla-Experiment" untersucht auf ungewöhnlich direkte Art die Schattenseiten von Teslas Autopilot-Systemen und deckt auf, wie Unfälle die Betroffenen erschüttern – und wie schwer der Zugang zu Informationen fällt. Es geht nicht nur um technische Mängel, sondern auch um die Frage, wie Tesla mit negativen Schlagzeilen und internen Whistleblowern umgeht. Ehemalige Mitarbeitende berichten von Druck, Vertuschung und einer Unternehmenskultur, die in erster Linie dem schnellen technischen Fortschritt dient.
Aktuelle Recherche zeigt: In den letzten Tagen haben mehrere große Medien die wachsende Kritik an Elon Musk und Tesla erneut ins Zentrum gerückt. So berichten sowohl nationale als auch internationale Stellen weiterhin über laufende US-Ermittlungen gegen Tesla wegen Autopilot-Unfällen und Softwarefehlern. Auch wirtschaftlich steht Tesla laut neuen Zahlen unter Druck, nachdem die Verkaufszahlen im ersten Halbjahr 2024 weiter hinter Erwartungen zurückblieben – Beobachter führen das auf eine Mischung aus Marktsättigung, verschärften regulatorischen Kontrollen und Imageverlust wegen Autopilot-Pannen zurück.