Weimer fordert einen Neustart im Umgang mit Musikstreaming: Künstlerinnen und Künstler sollen endlich angemessen und vor allem nachvollziehbar für ihre Arbeit entschädigt werden. Die Musikbranche steht unter Druck, weil viele Musiker trotz massiver Streamingzahlen kaum etwas verdienen und oft im Unklaren gelassen werden, wie ihre Tantiemen berechnet werden. Dass Weimer jetzt einen runden Tisch ins Leben ruft – dem Austausch zwischen Musikschaffenden, Labels und Plattformbetreibern –, ist ein erster Schritt, um die festgefahrene und intransparente Situation anzugehen. Aktuelle Informationen belegen, dass sich der Ton zwischen Musikern und Streamingdiensten zuletzt weiter verschärft hat: Spotify und andere Anbieter geraten gerade durch die sogenannten "Discovery-Mode"-Modelle in die Kritik, weil sie Zahlungsströme noch undurchsichtiger gestalten (siehe u.a. aktuelle Berichte bei Zeit.de). Auch international brodelt die Debatte, etwa in Großbritannien und Frankreich, wo Musikpolitiker umfassende Reformen anstoßen. Zusätzlich zeigt eine Untersuchung der GEMA, dass rund 90 Prozent der ausgezahlten Streaming-Einnahmen an die Top 1 Prozent der Tracks gehen – während breite Teile der Musiker weitgehend leer ausgehen. Die kommende Gesprächsrunde könnte daher zukunftsweisend werden.