Manchmal ist es fast verwunderlich, wie oft bei einem Dorfabbruch nicht nur altes Geröll, sondern ganze Geschichten unter den Fundamenten hervorbröckeln. Während der Räumung eines Lausitzer Ortes für den allgegenwärtigen Braunkohletagebau wird plötzlich eine Leiche aus der Vergangenheit ans Licht gespült. Streifenpolizistin Tonja Raabe (Alina Stiegler) und ihr Bruder, Kriminalkommissar Anton Raabe (Anton Rubtsov), stecken bis zu den Knien in Ermittlungen – es geht um Vladimir Komarow, einen Russlanddeutschen, seit 17 Jahren verschwunden. Die Nachricht zerreißt alte Wunden; besonders betroffen ist Caro Weber (Elisa Schlott), die einst von Vladimir schwanger wurde. Ihr gemeinsamer Sohn, heute ein junger Mann, fällt aus allen Wolken, als die Gerüchte um den Tod seines Vaters den Ort überschatten. Und dann ist da noch Onkel Jens (Jacob Matschenz), der verzweifelt versucht, das Familiengefüge zu kitten, während Dorf und Sippe vor alten Fehden beben. Die Liste der Verdächtigen wächst: Rogoschin – ein Landsmann mit explosiver Vergangenheit – und Tobias Boger, der sich alles andere als kooperativ gibt. Tonja und Anton versuchen, zwischen Gerüchten und Fakten die Wahrheit aus dem Lausitzer Boden zu graben. Mit im Ensemble sind außerdem Andreas Anke, Alma Leiberg, Birgit Berthold, Andreas Leupold, Mieke Schymura und Selin Dörtkardes. Gedreht wird an echten Schauplätzen, zum Beispiel am legendären F60 Besucherbergwerk oder vor der Polizeidirektion Senftenberg – irgendwie sorgt das für knisternde Authentizität. Voraussichtliche Ausstrahlung: Ende 2026, als Teil des DonnerstagsKrimi im Ersten. Hinter der Kamera: Das Team der MOOVIE GmbH im Auftrag von rbb und ARD Degeto. Ansprechpartnerin für Presseanliegen ist Ulrike Herr vom rbb.
Die Fortsetzung von 'Der Krimi aus Brandenburg' verwebt einen aufgedeckten Mordfall mit den tiefen Gräben einer Dorfgemeinschaft, die durch den Strukturwandel in der Lausitz ohnehin an ihre Grenzen kommt. Aktuelle Berichte zur Filmbranche beleuchten, wie regionale Produktionen nicht nur vor Ort für Aufbruchsstimmung sorgen, sondern auch ein differenziertes Bild von Menschen und Landschaften abseits großer Städte zeichnen. Die jüngsten Diskussionen um den Wandel in den Braunkohleregionen zeigen zudem, wie sehr Kunst und Gesellschaft hier miteinander verwoben sind – und wie der Krimi die alten sozialen und kulturellen Dynamiken künstlerisch aufgreift. Zusätzlich berichten verschiedene Medien aktuell verstärkt über den Strukturwandel, die Herausforderungen der Energiewende und die damit verbundenen Identitätsfragen in ostdeutschen Regionen (siehe Quelle: Die Zeit, Quelle: Süddeutsche Zeitung, Quelle: Der Spiegel).