Zögernde Unterstützung: CDU ringt um eigene Position zu Aigners möglicher Kandidatur

Innerhalb der CDU regt sich Zurückhaltung gegenüber dem Vorschlag, Ilse Aigner (CSU) als Bundespräsidentin zu nominieren – es gibt Widerstand, aber auch Lob für die umstrittene Idee.

heute 14:59 Uhr | 3 mal gelesen

'Klar – Markus Söder hat oft kluge Einfälle', ließ Philipp Amthor, CDU-Mitgliederbeauftragter, gegenüber dem 'Stern' durchblicken, 'aber gerade bei diesem Thema schwirren zahlreiche valable Namen durchs politische Berlin.' Er wirkte dabei eher zurückhaltend als euphorisch. Dass er grundsätzlich eine Frau im Schloss Bellevue gutheißen würde? Ja – aber das dürfe man ihm nicht als exklusiven Gedanken anrechnen. Interessant auch das Timing: Während Söder in klassisch bayerischer Manier öffentlich Ilse Aigner vorschlägt, springt die CSU prompt mit auf den Zug. Doch in Unionskreisen, besonders an der CDU-Spitze, taucht Verwunderung über den Vorstoß auf – vielleicht Risse im Teamspiel? Andere Namen kursieren ebenfalls, etwa Familienministerin Karin Prien oder Annegret Kramp-Karrenbauer, von der gemunkelt wird, sie habe bereits leise Sondierungsgespräche geführt. Mehr Offenheit zeigte Steffen Bilger von der Unionsfraktion: Ihm scheint jede qualifizierte Persönlichkeit recht zu sein. Die Union will sich, so Bilger weiter, diesen Sommer intensiv mit dem Findungsprozess beschäftigen. Sepp Müller, Vizefraktionschef, schoss sich hingegen auf Söders Linie ein und schwärmte von Aigners Bürgernähe und Integrationskraft. Falls sie sich tatsächlich zur Bundespräsidentenwahl aufstellen lasse, sei sein „Ja“ gesetzt. Es bleibt also spannend. Ein bisschen erinnert das Ganze an einen Familientisch nach dem Sonntagsbraten: Viele Stimmen, einige Händedrücke – aber noch kein klarer Fahrplan.

Im Machtpoker rund um die mögliche Kandidatur von Ilse Aigner als Bundespräsidentin positioniert sich die CDU auffällig zurückhaltend, während die CSU offensiv Rückendeckung signalisiert. Neben Aigner werden weitere potenzielle Kandidatinnen wie Karin Prien und Annegret Kramp-Karrenbauer diskret ins Spiel gebracht, was die Komplexität der parteiinternen Strategien unterstreicht. Seit den letzten 48 Stunden bleibt das Thema in den Schlagzeilen – unter anderem weil Debatten zu Frauen in Spitzenämtern und der künftigen Ausrichtung der Union gerade neue Wellen schlagen. Artikel aus der jüngeren Berichterstattung zeigen, dass parteiübergreifende Konsense unwahrscheinlicher und Individualinteressen lauter werden. Zudem wird in aktuellen Analysen die öffentliche Erwartung nach einer weiblichen Besetzung des höchsten Amts der Bundesrepublik beleuchtet.

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