Manchmal lohnt sich ein Blick auf die Details, auch wenn sie auf den ersten Blick trocken klingen mögen: Im nun veröffentlichten Jahresbericht des Statistischen Bundesamtes überrascht wenig, dass der Euro im internationalen Warenhandel der Deutschen mit Drittstaaten weiter tonangebend bleibt. Ganze 54,7 Prozent aller Exporte wurden demnach in Euro beglichen. Danach kommt der US-Dollar mit 26,4 Prozent – was selbst angesichts globaler Dollar-Stärke bemerkenswert ist. Kommt das Ergebnis überraschend? Eher nicht, rechnet man die geschichtlichen und wirtschaftlichen Verflechtungen mit unseren Nachbarn und wichtigsten Partnerländern ein. Beim britischen Pfund (4,8 Prozent), dem Renminbi Yuan aus China (2,7 Prozent) und dem Schweizer Franken (2,4 Prozent) reden wir schon eher über Nischenrollen. Knapp ein Zehntel der Exportumsätze entfällt auf einen bunten Flickenteppich sonstiger Währungen – da mag so manche Exotik darunter sein, von der selbst Fachleute wenig mitbekommen.
Dreht man den Spieß um und schaut auf die Importe, zeigt sich ein etwas anderer Akzent: Hier hat der US-Dollar mit 45,2 Prozent die Nase ein Stück weit vorn, dicht gefolgt vom Euro (43,8 Prozent). Europas Währung behauptet sich also nicht nur als Exportheld – sie wird beim Einkauf von Waren aus der Welt ebenfalls ordentlich genutzt. Kurios: Wer genauer hinschaut, entdeckt, wie differenziert sich die Zahlungsabwicklung im Handel mit den „Großen“ gestaltet. Ein Beispiel? Exporte in die USA laufen zum Löwenanteil in Dollar (über zwei Drittel), nach China hingegen dominiert der Euro (61 Prozent) überraschend klar. Nach Großbritannien bleibt's ein fast schon klassisches Währungsmosaik: knapp die Hälfte Euro, rund 41 Prozent Pfund, ein bisschen Dollar, kaum was anderes. Die Schweizer, für ihre nationale Unabhängigkeit bekannt, bezahlen erwartbar zu 22 Prozent in Franken, lassen aber den Löwenanteil selbst auf Euro laufen.
Ein kurzer Schlenker zu den Importen: Aus China kommen die Hälfte der Güter im US-Dollar, aus den USA fast 80 Prozent. Im Handel mit der Schweiz und dem Vereinigten Königreich hat wiederum der Euro Übergewicht, was irgendwie beruhigend wirkt – oder einfach nur deutsch. Man merkt an diesen wechselnden Konstellationen: Die Wahl der Verrechnungswährung ist oft ein Spiegel politischer Beziehungen, wirtschaftlicher Zwänge und manchmal auch pragmatischer Alltagspraxis. Klar ist aber auch: Ein bisschen schwanken wird das Bild wohl immer.
Nach Angaben von Destatis bleibt der Euro 2025 die führende Währung bei deutschen Exporten außerhalb der EU mit 54,7 Prozent, gefolgt vom US-Dollar mit 26,4 Prozent. Auf Importseite allerdings dominiert der US-Dollar mit 45,2 Prozent, doch der Euro belegt knapp dahinter Rang zwei mit 43,8 Prozent. Interessanterweise zeigen Detailanalysen, dass die Handelswährung stark vom jeweiligen Partnerland abhängt: Während Exporte in die USA hauptsächlich in US-Dollar fakturiert werden, dominiert beim Chinahandel der Euro; der britische Pfund spielt im Handel mit Großbritannien eine beachtliche Rolle. Weltweit gibt es derzeit Diskussionen um eine mögliche Neugewichtung der Leitwährungen; die US-Notenbank und die Europäische Zentralbank beobachten Entwicklungen wie den wachsenden Einfluss des Yuan mit Interesse. In den letzten Tagen wurde zudem gemeldet, dass der Euro seine Funktion als weltweit zweitwichtigste Handelswährung weiter behauptet und sich gegen neue Konkurrenzwährungen, wie den digitalen Yuan, vorerst behaupten kann.