Ob man nun ein Faible für Innovationen im Cockpit hat, sich von neuen Studien aus der Notfallmedizin inspirieren lassen will oder einen analytischen Blick fürs Management komplexer Rettungsorganisationen entwickelt hat – der AirMed 2026 hat an jedem Tag ein anderes Gesicht. Die Schwerpunkte? Flugbetrieb, Medizin, Management – quer und tief zugleich. Kuriose Themen wie Flugrettung bei Wind und Wetter, der Einsatz von Drohnen und eVTOL-Fluggeräten oder die Frage, was eine perfekte Rettungsmannschaft ausmacht, stehen ebenso auf dem Plan wie Überlegungen zur Sicherheit: Wann ist das Risiko im Einsatz zu hoch? Nicht selten geraten da Expertenmeinungen aneinander, etwa wenn Jana Williams von der Association of Air Medical Services nach der „richtigen“ Sicherheitsgrenze fragt.
Im medizinischen Teil schließt sich der Kreis zwischen Grundlagen, Technik und Innovation: Von Rucksackgeräten für die sofortige Herz-Kreislauf-Unterstützung am Unfallort bis zu neuesten Überlegungen, wie Luftrettung weltweit in unterschiedlichste Gesundheitssysteme passt. Besonders spannend wird es, wenn Akteure wie Dr. Dinis dos Reis Miranda von bahnbrechenden eCPR-Studien berichten oder der Alltag an Bord einer fliegenden Intensivstation entmystifiziert wird – mit all den kleinen und großen Problemen, die einem im Ernstfall auffallen.
Im Hintergrund werkeln Führungskräfte am Bild einer „High Reliability Organization“: Wie schafft man es, zwischen Routine und Chaos zuverlässig zu bestehen? Und wie stellt Neuseeland – wie David Waters zeigt – dabei die Qualitätskontrolle auf? Das alles wird nicht nur trocken referiert, sondern in Diskussionen und Workshops aufgebrochen: Was macht ein sicherer Stützpunkt aus, wie kann ein Notfallteam schnell wechseln – und warum ist die Finanzierung manchmal das Kniffligste.
Stilwechsel? Klar. Zwischen kreativer Kongresslocations wie dem BERGSON Kunstkraftwerk, das sich wunderbar für Gedankenaustausch und Diskussionsrunden eignet, und dem brandneuen ADAC Luftrettung Campus in Oberpfaffenhofen, wo Technik und Praxis Hand in Hand gehen, wird so manches Schubladendenken gesprengt. Notfallsimulation und praxisnahe Trainings: Hier wird das Echtleben geprobt. Die Liste der internationalen Referierenden liest sich wie ein Globus quer durch Flugmedizin und Rettungsmanagement.
Besonders, vielleicht fast schon charmant, die Option für Zusatz-Workshops – von Crew-Ressourcenmanagement über Intensivtransport bis hin zu einer Exkursion ins ADAC Crashtest-Zentrum, wo bildlich gesprochen Blech und Knochen auf Wissenschaft treffen. Wie es sich für ein internationales Event gehört, sind zahlreiche Unternehmen und Aussteller mit neuesten Lösungen an Bord: Seilwinden, Inneneinrichtungen oder Einsatzkleidung, fast alles, was Herz und Hirn begehrt. Frühbucher aufgepasst: Bis März gibt’s die Tickets günstiger, doch nicht zu lange warten – das Oktoberfest steht vor der Tür, und dann schnellen die Hotelpreise.
Mehr Infos? Auf www.airmed2026.com und per Mail an info@airmed2026.com.
Der AirMed World Congress 2026 bringt die globale Fachwelt der Luftrettung nach München und rückt mit 120 Referierenden aus sechs Kontinenten zeitgemäße wie kontrovers diskutierte Themen in den Mittelpunkt. Medizinische Innovationen, technische Neuerungen und sicherheitskritische Entscheidungen werden nicht nur in Vorträgen, sondern auch in Simulationen und Workshops praktisch erfahrbar gemacht – mit Fokus auf Kollaboration und internationale Vernetzung. Die Veranstaltung sticht durch ihre Vielfalt und Internationalität heraus und positioniert sich als Impulsgeber und Diskussionsplattform für die Weiterentwicklung von Rettungsdienst, Management und Technologie – aktuelle News ergänzen diese Perspektive: Nach neuesten Berichten aus der Branche diskutiert die Luftrettung aktuell über den stärker werdenden Einfluss von Künstlicher Intelligenz bei Einsatzkoordination und Diagnostik, sowie erste praktische Erfahrungen mit eVTOL-Fluggeräten im urbanen Rettungseinsatz. Gleichzeitig zeigen jüngste Forschungsergebnisse, dass transkontinentaler Austausch zu Qualitätsstandards und Finanzierungsmodellen für Rettungsdienste zunehmend wichtiger wird, um globale Herausforderungen wie Kostendruck und Personalmangel zu bewältigen.