Valid Technologies: Wegbereiter für Content Credentials in Deutschland

Mit Content Credentials wird es einfacher, die Echtheit digitaler Inhalte quer über Plattformen hinweg zu überprüfen – nicht nur für Menschen, sondern auch für Maschinen.

heute 15:43 Uhr | 3 mal gelesen

Jüngste Umfragen – beispielsweise vom TÜV-Verband – zeigen: Ein Großteil der Deutschen fühlt sich zunehmend verunsichert, wenn es darum geht, echte Inhalte von gefälschten – Stichwort Deepfake – auseinanderzuhalten. Sogar Medienprofis sind schon auf raffinierte, KI-generierte Fakes hereingefallen und haben sie unbedarft weiterverbreitet. Zwei Methoden, wie man Täuschung durch Deepfakes beikommen kann, existieren im Grunde: Entweder analysiert man Inhalte forensisch (also: KI-Detektion) oder man versieht Content eindeutig mit Herkunftsnachweisen. Valid Technologies setzt auf letzteres. Über ihre Software „Lumid“ werden Medien mit sogenannten Content Credentials nach dem C2PA-Standard markiert und zusätzlich durch eine eigene Art Fingerabdruck-Technologie abgesichert. Das erlaubt – zumindest theoretisch –, Herkunft und Authentizität nachzuvollziehen. Allerdings gibt’s eine Hürde: Offiziell darf man diese Credentials erst vergeben, wenn eine unabhängige Organisation – in diesem Fall die C2PA selbst – die eigene Technik geprüft und zugelassen hat. Valid, gegründet und entwickelt in Berlin, hat dieses Verfahren im deutschsprachigen Raum als erstes geschafft. Seit April 2026 dürfen sie als Pioniere offiziell Inhalte mit Content Credentials ausstatten. Vor allem für Unternehmen, Behörden und Medienschaffende ist dieses System gedacht. Grund: Studien deuten darauf hin, dass Inhalte mit Kennzeichnung eher als vertrauenswürdig gelten und die Quellenlage sichtbarer wird – Stichwort Compliance mit dem AI Act. Nebenbei lassen sich über die Credentials auch Nutzungsvorbehalte (wie Opt-Outs fürs Text- und Data-Mining) deklarieren. Solche Credentials kommen bereits bei Handy-Aufnahmen (z.B. Google Pixel), KI-generierten Bilder von ChatGPT oder großen Plattformen wie LinkedIn zum Einsatz – jeweils ergänzt um klickbare Markierungen für die Nutzer. Dahinter steckt meist ganz unsichtbare Technik, die aber am Ende für alle mehr Transparenz bringen soll. Abschließend: Valid Technologies (2023 gegründet, fünf Mitarbeitende, Berliner-Unternehmensgeist) arbeitet nicht nur an Software, sondern auch an europäischen Standards und ist Mitgestalter des globalen Medien-Identifiers.

Valid Technologies hat als erstes deutsches Unternehmen die offizielle Freigabe erhalten, Medieninhalte mit Content Credentials gemäß dem C2PA-Standard zu kennzeichnen. Besonders angesichts der steigenden Sorge vor Deepfakes – laut einer neuen TÜV-Studie glauben 91% der Deutschen, dass Fakes nur schwer von echten Inhalten zu trennen sind – gewinnen solche Standards an Bedeutung. Die Software „Lumid“ sorgt dafür, dass Inhalte mittels Content Credentials transparent gekennzeichnet und verifizierbar werden – ein wichtiger Schritt, da der Europäische AI Act und vergleichbare Regulierungen nun explizite Offenlegungspflichten für synthetische Inhalte fordern. Jüngst gab es mehrere vertiefende Beiträge: Die FAZ (Quelle: FAZ) berichtet, dass auch internationale Tech-Konzerne damit beginnen, ihre KI-generierten Inhalte verstärkt sichtbar zu markieren. T3n.de (Quelle: t3n.de) hebt hervor, wie Start-ups mit technischen Werkzeugen zur Inhaltsverifikation Marktchancen nutzen. Die Süddeutsche (Quelle: Süddeutsche) diskutiert kritisch, wie sich die Balance zwischen Transparenz und Privatsphäre bei der Kennzeichnung von KI-Inhalten entwickeln könnte.

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