Lauterbach wiegelt ab: Hantavirus derzeit kein Grund zur Panik

Karl Lauterbach, ehemaliger Gesundheitsminister, sieht aktuell keine bedrohliche Entwicklung in Sachen Hantavirus und beruhigt die deutsche Bevölkerung.

heute 10:48 Uhr | 2 mal gelesen

Die Sorge um eine neue Pandemie bleibt aus Sicht von Karl Lauterbach unbegründet – zumindest, was das Hantavirus angeht. Nach seiner Einschätzung droht Deutschland keine flächendeckende Ausbreitung, weil das Virus schlicht nicht effizient genug auf Menschen überspringt, um eine solche Dynamik zu entfalten. Sicher, vereinzelte Krankheitsfälle seien laut dem Chef des Bundestags-Forschungsausschusses nie auszuschließen – „das lässt sich nicht vermeiden und passiert in gewissem Maße immer“. Trotzdem ist keine plötzliche, unkontrollierbare Ausbreitung zu erwarten. Was die jüngsten Schlagzeilen auslöste: Ein Kreuzfahrtschiff namens „Hondius“ hatte auf Teneriffa angedockt, nachdem es einen Ausbruch gegeben hatte. Deutsche Passagiere sind unter höchsten Schutzmaßnahmen direkt zum Flughafen gebracht worden, um eine schnelle Rückkehr in die Heimat zu garantieren. Das wirkt fast wie ein Drehbuch aus einem Thriller – aber am Ende überwiegt doch die Vernunft, nicht die Panik.

Unterm Strich bleibt das Hantavirus zwar ein ernstzunehmender, jedoch kontrollierbarer Erreger. Infektionen kommen in Deutschland immer wieder mal vor, typischerweise ausgelöst durch Kontakt mit Nagetierausscheidungen, aber eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist extrem selten. Außerdem betonen Gesundheitsexperten, dass die Wirksamkeit der bestehenden Schutzmaßnahmen dafür sorgt, das Risiko zusätzlich klein zu halten. In den letzten Tagen wurde das Thema vor allem wegen eines Vorfalls auf einem Kreuzfahrtschiff diskutiert – eine breite Gefahr gibt es jedoch nicht. Ergänzend berichten mehrere Zeitungen davon, dass das Robert Koch-Institut die Situation genau beobachtet und regelmäßige Informationen bereitstellt. Hintergrundinfos zeigen, dass das Virus zwar grippeähnliche Symptome hervorrufen kann, aber Ausbrüche schnell lokalisiert werden können. Experten sehen daher keinen Grund für flächendeckende Tests oder Einschränkungen.

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