Neuer Bauindustrie-Chef: Politik hinkt beim Wohnungsbau hinterher

Olaf Demuth, bald oberster Vertreter der Bauindustrie, stellt der Politik ein schlechtes Zwischenzeugnis aus – beim Wohnungsbau wird zu viel geredet, zu wenig gehandelt.

heute 12:42 Uhr | 7 mal gelesen

Eigentlich, so klingt es durch, ist Olaf Demuth ein Mann der klaren Worte. Noch bevor er zum Präsidenten des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie gekürt wird, findet er im Gespräch mit RTL und ntv deutliche Kritik: "Da ist ein Koalitionsvertrag mit sehr ausführlichen Bauplänen – aber Papier ist manchmal geduldig." Der aktuell durchaus bemühte 'Bauturbo' sei sichtbar, das kleine grüne Pflänzchen beginne zu wachsen. Aber: Genehmigungen allein lassen noch kein Dach über dem Kopf entstehen. "Es dauert alles zu lange – Genehmigung hin, Genehmigung her – beim tatsächlichen Bauen hakt es gewaltig." Als ob das nicht reichte, kommen externe Störfeuer dazu: Unsicherheit wegen Nahost, hohe Inflation, Baukosten, kurzum – 'alles drückt auf die Stimmung und damit auf den Mut zum Bauen.' Heute in Berlin wird Demuth offiziell Nachfolger von Peter Hübner. Ironie am Rande: Seit die Branchenkritik lauter wird, bleibt die große Politik auffällig fern – diesmal auch Bundeskanzler Friedrich Merz.

Olaf Demuth bemängelt das Tempo beim deutschen Wohnungsbau deutlich – selbst bei konkreten Vorhaben verlaufe Vieles im Sand, weil die Genehmigungs- und Bauphasen zu lange dauern oder neue bürokratische Hürden auftauchen. Nicht nur der politische Umsetzungswille, sondern auch äußere Krisen, etwa Konflikte im Nahen Osten und die gestiegene Inflation, verstärken die Unsicherheit und belasten die Branche. Zusätzlich wird die Lage durch Materialknappheit und steigende Finanzierungskosten erschwert; aktuelle Recherchen zeigen, dass viele Bauunternehmen inzwischen Aufträge auf Eis legen oder Personal abbauen, da die Zahl neuer Projekte kaum steigt, trotz politischer Programme und Anreize. (Ergänzung nach aktueller Online-Recherche)

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