Wegen anhaltender Instabilität nach dem Angriff auf die deutsche Botschaft in Teheran wurde die Visavergabe nach Eriwan, Armenien, ausgelagert, was jedoch nur begrenzt hilft: Viele Antragssteller müssen schwierige, teils riskante Routen auf sich nehmen, um dort vorzusprechen. Diese Regelung betrifft vor allem Studierende, Wissenschaftler und Arbeitskräfte, die dringend auf ihre Visa warten – für sie sichern Vermittlungsprogramme aktuell kaum eine schnelle Lösung. Menschenrechtsexperten und Betroffene kritisieren die deutsche Bürokratie und fordern mehr politische und praktische Unterstützung, etwa sichere Transfermöglichkeiten oder digitale Visa-Verfahren. Ergänzend berichten verschiedene Medien, dass die Lage für Iraner, gerade mit Blick auf Proteste und zunehmende Repressionen im Herkunftsland, täglich prekärer wird. Deutsche Universitäten äußern Sorge über den Verlust wichtiger Talente und Kollaborationen. Die Bundesregierung diskutiert parallel, wie sichere Kontingente für besonders schutzbedürftige Iraner geschaffen und die Abhängigkeit von komplizierten Ausweichwegen verringert werden könnten.