CDU-Mann Sepp Müller: Sachsen-Anhalt steht vor entscheidender Richtungswahl

Sepp Müller, der Vorsitzende der CDU-Landesgruppe aus Sachsen-Anhalt im Bundestag, geht entschlossen in die politische Auseinandersetzung mit der AfD – trotz ernüchternder Umfragewerte.

heute 13:59 Uhr | 3 mal gelesen

Der politische Puls in Sachsen-Anhalt schlägt schneller: 'Wir kämpfen jetzt um jede einzelne Stimme, da machen wir keine halben Sachen', betont Sepp Müller im Gespräch mit T-Online. Worum es Müller und seinen Kollegen geht? Sie wollen überzeugen statt nur zu reagieren, denn – so seine Sicht – die AfD propagiert Scheinlösungen, wo eben eigentlich komplexe Antworten nötig wären. Müller bleibt dabei nüchtern, beinahe stur: Die Leute würden doch vor allem eines suchen – Halt und Berechenbarkeit. Überzeugungsarbeit, das klingt hart, fast ein wenig verzweifelt, aber eben sehr menschlich angesichts der jüngsten Umfrage von Infratest: 41 Prozent für die AfD, 26 für die CDU. Vier Monate vor der Wahl in Sachsen-Anhalt ist da allerhand Nervosität in der Luft.

Sepp Müller setzt im Hinblick auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt alles auf eine kritische Auseinandersetzung mit der AfD und deren vermeintlich einfachen Lösungen. Laut aktueller Infratest-Umfrage liegt die AfD in Sachsen-Anhalt mit 41 Prozent vor der regierenden CDU, die lediglich 26 Prozent erreicht. Müller sieht Stabilität und Verlässlichkeit als zentrale Werte für die Zukunft – eine Strategie, die im konservativen Lager auf Resonanz hoffen lässt, jedoch auch mit Mobilisierungsschwäche und möglichen Spaltungstendenzen innerhalb der traditionellen Parteienlandschaft einhergeht. Gleichzeitig kommen neue Forderungen aus der CDU-Basis nach einer inhaltlichen Erneuerung und stärkeren Profilbildung. Über die Landesgrenzen hinweg wird an der AfD-Debatte auch innerhalb der Ampel-Koalition und der SPD engagiert gearbeitet, wobei der Rechtsschutz und das Vertrauen in die Demokratie auf dem Spiel stehen.

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