Zentraler Höhepunkt war die Rede des ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck. Er sprach mit spürbarer Überzeugung über das, was eine Genossenschaft ausmacht, besonders in schwierigen Zeiten: Verantwortung, Vertrauen, und die Fähigkeit, Gemeinschaft zu stiften. Gauck nannte die Sparda-Banken einen "zivilisierten Kapitalismus" – ein Modell, das nicht nur Gewinnmaximierung kennt, sondern auch gesellschaftliches Engagement. Er forderte dazu auf, die Freiheiten der Demokratie aktiv zu schützen – ein Gedanke, bei dem er durchaus nachdenklich wirken konnte.
Florian Rentsch, Vorstandschef des Sparda-Banken-Verbands, stellte heraus, dass Werte wie Nähe, Verlässlichkeit und die Verpflichtung gegenüber den eigenen Mitgliedern keineswegs bloß leere Worte seien. Seit der ersten Gründung 1896 in Karlsruhe bildeten Solidarität und Selbsthilfe das Herzstück der Sparda-Idee. Exkurs: Gerade das Verwachsen-Sein mit den jeweiligen Regionen hob er hervor – vielleicht eine Anspielung auf das, was vielen Bankhäusern vorgeworfen wird: Anonymität und Distanz.
Im Podiumstalk kamen verschiedene Bank-Vorstände ins Gespräch und teilten ihre Sicht auf die Herausforderungen von heute: Digitalisierung, Regulierungsdruck, junge Zielgruppen, Resilienz in Krisenzeiten. Die Botschaft: Wer sich seiner Wurzeln besinnt, ist besser gewappnet für das, was kommt. Herausgehoben wurde erneut das deutsche Drei-Säulen-Modell, das den Genossenschaftsbanken ihren Platz im europäischen Vergleich sichert.
Der Abend endete fast wie im Bilderbuch: Gelöste Gespräche an langen Tafeln, ein Hauch von Nostalgie in der Berliner Wartehalle, und das Gefühl, dass Tradition hier nicht altbacken, sondern Zukunftsversprechen ist.
Kontakt für Presseanfragen:
Jascha Hausmann
Leitung Vorstand & Öffentlichkeitsarbeit
Sparda-Banken-Verband
Friedrich-Ebert-Anlage 35-37
60327 Frankfurt/Main
Tel: 069 / 79 20 94 - 160
Mail: jascha.hausmann@sparda-verband.de
Originalquelle: Verband der Sparda-Banken e.V.
Mehr Infos:
130 Jahre Sparda-Banken – ein echtes Stück Wirtschaftsgeschichte, das beim Festakt in Berlin nicht bloß als Jubiläum abgefeiert wurde, sondern als vor allem auch als Bekenntnis zu gemeinschaftlichen Werten. In Zeiten, in denen viele Menschen Banken Misstrauen entgegenbringen, bleibt die Sparda ihrer Linie treu: Nähe zu den Kundinnen und Kunden, regionale Verbundenheit und der Genossenschaftsgedanke haben weiterhin Bestand. Aktuelle Herausforderungen wie zunehmende Digitalisierung, die Gewinnung jüngerer Mitglieder, internationaler Wettbewerb und immer mehr Regulierung standen ebenso im Fokus wie die Rolle von Banken als Motor für den Mittelstand. Auch der Pressespiegel der letzten beiden Tage betont, wie sehr Volks- und Genossenschaftsbanken in der Finanzbranche aktuell als Stabilitätsanker gelten. Besonders in Krisenzeiten profitieren Kundinnen und Kunden scheinbar von der dezentralen Struktur dieser Institute – und auch das Thema Finanzbildung, nachhaltige Entwicklung und Kooperation mit digitalen Fintechs wird immer lauter diskutiert.