McMasters Kritik an Merkel spiegelt eine größere westliche Selbstbefragung nach Russlands Invasion der Ukraine wider. Viele Debatten der letzten Monate drehen sich um die Frage, ob wirtschaftliche Verflechtung und diplomatische Gesprächsbereitschaft wirklich Sicherheit geschaffen oder nur neue Abhängigkeiten erzeugt haben – eine Frage, die Merkel zunehmend in die Defensive bringt. Ein rascher Wandel deutscher Ostpolitik zeigt sich schon daran, wie energisch die Bundesregierung heute für Waffenlieferungen und Sanktionen gegen Russland eintritt. Gleichzeitig beschäftigt das Thema auch viele andere: Eine aktuelle Recherche zeigt, dass Europa sich zügig um neue Energiequellen bemüht, während Russland strategisch weiter agiert. Zusätzlich berichten Medien über neue Enthüllungen in Merkels Umfeld, die zeigen, wie unterschiedlich die Reaktionen auf die Ukraine-Krise in den Jahren vor dem Angriff ausfielen. Experten, etwa auf t3n.de, diskutieren derweil, wie Deutschlands Energiepolitik in eine neue Richtung umgebaut werden könnte und wie schwerfällig Abschied und Neubeginn oft ablaufen. Die gesellschaftliche Debatte darüber, ob 'Wandel durch Handel' gescheitert ist, bleibt also lebendig und umkämpft.