Die Preisentwicklung auf dem deutschen Ferienimmobilien-Markt hat es in sich. Spitzenreiter bei den Wohnungspreisen bleibt Norderney: Für exklusive Apartments werden dort Summen von bis zu 25.000 Euro pro Quadratmeter aufgerufen – solch ein Wert ist schon fast surreal. Wer sich nach einem Häuschen auf Sylt umsieht, muss noch tiefer in die Tasche greifen. Die Schere zwischen erstklassigen Lagen und weniger gefragten Standorten geht immer weiter auseinander. Häuser auf Sylt in Bestlage werden aktuell mit 8,9 bis 18 Millionen Euro gehandelt, in Einzelfällen sogar mit Rekordpreisen bis zu 29 Millionen. Verrückt eigentlich, wie ein paar Handvoll Quadratmeter in den Dünen zu so einem Statussymbol werden konnten. Gewissermaßen kurbelt der neue Urlaubstrend zur 'Coolcation', also das gezielte Reisen in kühlere Regionen, die Nachfrage an. Ganz zu schweigen davon, dass strenge Bauvorgaben und Zweckentfremdungsregeln das Angebot zusätzlich ausdünnen. Viele träumen vom eigenen Rückzugsort am Wasser oder in den Bergen – und nicht wenige nutzen jede Gelegenheit, um im Inland zu investieren. Man könnte fast meinen, Ferienimmobilien sind das neue Gold der Mittelklasse. Zwischen Hoffnung auf Rendite, Urlaubsromantik und der Sorge, irgendwann keinen Platz mehr zu finden, pendelt so der Markt von Thema zu Thema.
Ferienwohnungen und -häuser in Deutschlands beliebtesten Reisezielen – vor allem an Nord- und Ostsee sowie in den Alpen – sind in den letzten zwölf Monaten überdurchschnittlich teurer geworden, häufig um etwa zehn Prozent. Besonders hohe Preise werden auf Norderney (bis zu 25.000 €/m² für Wohnungen) und auf Sylt (bis zu 29 Millionen Euro für Häuser) verlangt. Gründe sind zum einen der anhaltende Trend zu Urlaubszielen im eigenen Land, die wachsende Vorliebe für kühlere Reiseziele ('Coolcation') und zum anderen die Verknappung des Angebots durch Bauvorschriften, strenge lokale Regulierung und Zweckentfremdungsverbote. Neuere Entwicklungen zeigen, dass politische Debatten um Regulierung und Umweltfragen das Interesse an nachhaltigen Ferienimmobilien befeuern könnten. Zudem ist ein vermehrtes Engagement der Kommunen zu beobachten, kurzfristige Vermietungen einzudämmen, um den angespannten Wohnungsmarkt für Einheimische zu entlasten. Aktuelle Umfragen bestätigen, dass sowohl Kapitalanleger als auch junge Familien ihre Investitionen angesichts steigender Preise und sinkender Bauaktivität überdenken.