Am Freitag ließ das Verkehrsministerium verlauten, dass Patrick Schnieder vor einem echten Neustart für die Bahn sieht. So ganz gönnerhaft klingt das aber gar nicht: Trotz positiver Tendenzen taucht da zwischen den Zeilen das Wort 'Herausforderungen' immer wieder auf – Service, Qualität, und, ach ja, notorisch unpünktlich, diese Bahn. Zugegeben, immer mehr Leute nutzen sie (die Statistik, nicht die Umfragen am Bahnsteig, sagt: Plus 3,4 Prozent Fahrgäste, fast 1,93 Milliarden!), aber es bleibt ein Rätsel, wie man mit schwarzen Zahlen im Alltag trotzdem Milliardenverlust macht. Die Bilanz für 2025 wurde ausgepackt, da war's amtlich: operativ läuft’s, aber unterm Strich schwarzes Loch wegen Abschreibungen. Dass der Bahn-Job kein Selbstläufer mehr ist, spürt man: Das Ministerium guckt sich die Zahlen jetzt erst mal genauer an. Was das für den Alltagsreisenden heißt? Man kann hoffen – und auf Verspätungen wetten.
Die Deutsche Bahn verzeichnet 2025 mehr Reisende und schafft es nach langer Zeit, im laufenden Geschäft Gewinne zu schreiben – das große Ganze jedoch bleibt, wegen hoher Abschreibungen, tiefrot. Verkehrsminister Patrick Schnieder sieht darin immerhin einen Schritt nach vorne, mahnt jedoch, dass etwa Pünktlichkeit, Service und Qualität noch weit hinter den Versprechungen herhinken. Experten und Medien sehen ambivalente Aussichten: Zwar wächst der Druck durch den Fahrgastanstieg und die Umweltziele, Investitionen häufen gleichzeitig neue Risiken und Unzufriedenheit vonseiten der Kunden.