AfD-Politiker Felser warnt: USA und China könnten Europa übergehen

Peter Felser (AfD), Chef der Deutsch-Chinesischen Parlamentariergruppe im Bundestag, sieht im jüngsten US-chinesischen Gipfeltreffen eine Gefahr für die Beziehungen zwischen Europa und den USA. Seiner Ansicht nach könnten transatlantische Bande darunter leiden.

13.05.26 01:03 Uhr | 21 mal gelesen

Trump, da ist sich Felser ziemlich sicher, verhandelt ohne groß Rücksicht auf das, was in Berlin oder Brüssel gewünscht wird. 'Die Gefahr, dass er Abmachungen trifft, die zu Lasten von Europa gehen, ist nicht zu unterschätzen', betont er im Gespräch mit der 'Neuen Osnabrücker Zeitung'. Deshalb, meint Felser, müsse Europa jetzt schleunigst eigene strategische Linien festzurren – und zwar nicht nur auf dem Papier. Interessant sei dabei, dass dieses Gipfeltreffen gar kein klassisches 'Westen-versus-China', sondern ein sehr amerikanischer China-Dialog gewesen sei. Man sähe bereits, wie die globale Bühne sich verschiebt und einzelne Spieler anfangen, nur noch ihre eigenen Interessen zu verfolgen. Deutschlands und Europas Aufgabe sei es nun, wirtschaftspolitisch bei China nicht nur Mitläufer zu bleiben. Vor allem, wenn Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) demnächst nach China reist, sollte sie sich von chinesischer Dialogbereitschaft nicht blenden lassen, meint Felser. 'Mein Eindruck: China möchte weiter mit Europa Geschäfte machen – noch', fasst er zusammen.

Der AfD-Abgeordnete Peter Felser sieht im jüngsten Dialog zwischen den USA und China eine ernsthafte Bedrohung für die Interessen Europas. Während Amerika offenbar bereit ist, Abmachungen mit China zu treffen, die Europas Position schwächen könnten, fordert Felser ein stärkeres europäisches Eigeninteresse und eine klare Strategie gegenüber Peking. Die aktuelle Lage auf dem geopolitischen Spielfeld ist geprägt von einer Verschiebung hin zu einer multipolaren Weltordnung, in der Blockbildungen an Bedeutung verlieren und nationale Interessen dominieren. Laut taz wird in Brüssel intensiv darüber diskutiert, wie man einen eigenständigeren europäischen Kurs gegenüber China und den USA etablieren kann – ein Paradigmenwechsel scheint unausweichlich, um nicht zwischen den beiden Großmächten zerrieben zu werden. DW berichtet von wachsendem wirtschaftlichem Druck auf deutsche Unternehmen in China und rät zur Vorsicht vor zu großer Abhängigkeit. Die Süddeutsche Zeitung analysiert die Auswirkungen neuer amerikanischer China-Politiken auf die transatlantischen Beziehungen und weist darauf hin, dass Europa verstärkt vor die Wahl zwischen Loyalität zu den USA und dem Schutz eigener Wirtschaftsinteressen gestellt wird.

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