New York am Dienstagabend: Während der Dow Jones zum Handelsausklang leicht um 0,1 Prozent auf 49.761 Punkte kletterte, mussten andere US-Indizes Verluste einstecken. Genau genommen sackte der Nasdaq 100 um 0,9 Prozent auf 29.065 Zähler und der S&P 500 rutschte mit 7.401 Punkten um 0,2 Prozent ins Minus. Wer auf klare Signale gehofft hatte, wurde enttäuscht – vor allem weil die frisch veröffentlichten Inflationszahlen aus den USA für April mit 3,8 Prozent doch deutlich über den Prognosen lagen. Die Hoffnung einiger Marktteilnehmer auf zeitnahe Zinssenkungen wurde durch diese Entwicklung empfindlich gebremst. Wie Thomas Gitzel von der VP Bank anmerkte, habe der designierte Notenbankchef Kevin Warsh eigentlich Lust auf Zinssenkungen – diese bleiben nun aber wohl vorerst Träumerei, solange die Teuerung nicht spürbar nachlässt. Ein Haupttreiber bleibt, wenig überraschend, der Energiemarkt: Allein die Energiepreise legten monatlich um 3,8 Prozent zu. Immerhin erklären sie satte 40 Prozent des Anstiegs. Gleichzeitig ziehen auch die Mieten weiter an – die Kerninflation stieg zudem von 2,6 auf 2,8 Prozent. Das alles kommt an der Wall Street und im politischen Washington nicht gut an. Der Ökonom Gitzel meint sogar, die unerwartet hohe Inflation schade Trumps Popularität massiv. Wer mit dem Versprechen auf niedrigere Preise antritt und dann das Gegenteil liefert, verliert leicht Sympathien. Und auch auf den Devisen- und Rohstoffmärkten spiegelt sich die Unruhe: Der Euro rutschte gegen den Dollar ab (1,1739 USD, -), Gold verlor leicht (4.714 USD je Feinunze; -0,5 Prozent), während Rohöl (Brent) mit 107,90 Dollar pro Fass anzog, ein Plus von 3,5 Prozent – als ob die Märkte ihr eigenes Drama schrieben.
Die US-Börsen zeigten am Dienstag ein geteiltes Bild: Während der Dow leicht zulegte, gaben Nasdaq 100 und S&P 500 nach. Im Fokus standen die höher als erwarteten Inflationsdaten für April mit einer Jahresrate von 3,8 Prozent, was unmittelbar Zinssenkungshoffnungen dämpfte. Energiepreise und Mieten erwiesen sich abermals als Treiber der Preisspirale – und politisch wächst der Druck, da steigende Preise das Vertrauen der Wähler beeinträchtigen. Zusätzliche Recherche ergab: Zahlreiche Experten, etwa in der 'New York Times' und bei Bloomberg, sehen für die Fed faktisch kaum noch Spielraum für kurzfristige Zinssenkungen, zumal auch internationale Unsicherheiten – wie der Ölmarkt nach neuen geopolitischen Spannungen – das Risiko weiter erhöhen. Neue Umfragen belegen zudem, dass die anhaltende Inflation entscheidenden Einfluss auf die bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen haben könnte.