Familiensolidarität und Brandschutz: Am 15. Mai auf ältere Angehörige achten

Berlin – Der 15. Mai rückt mit dem UN-Welttag der Familie den Wert von gegenseitigem Beistand und Familie ins Zentrum. An diesem Datum nehmen viele Familien sich bewusster Zeit füreinander und stellen dabei nicht nur das Miteinander, sondern auch die Sicherheit von älteren Familienmitgliedern in den Fokus. Gerade das Thema Haushaltssicherheit hat dabei eine besondere Aktualität, denn Risiken, die für Jüngere selbstverständlich erscheinen, können im Alter schnell zur Gefahr werden.

heute 18:00 Uhr | 3 mal gelesen

Das sogenannte Netzwerk für Brandschutz in der Küche nutzt den Internationalen Tag der Familie als Anlass, Familien zu ermutigen, ihre älteren Angehörigen nicht nur zu besuchen, sondern tatkräftig zu unterstützen. Es geht um scheinbar kleine Handgriffe, wie etwa Rauchmelder prüfen, Licht vergleichen oder vielleicht einen losen Teppich entfernen, da Stürze im Alter keine Seltenheit sind. Wer genauer hinsieht, entdeckt womöglich sogar poröse Steckdosenkabel oder vergilbte Küchengeräte – ein Brandrisiko, das leicht unterschätzt wird.

Risiken im Blick behalten

„Oft möchte man helfen, weiß aber nicht recht wie und wo“, sagt Saskia Weiß von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Gerade in der Küche, wo Sinnesvermögen und Reaktionsschnelligkeit im Alter nachlassen, entstehen oft unerkannte Gefahren. Es hilft deshalb, gemeinsam zu überlegen, welche Technik den Alltag erleichtert und sicherer macht – statt einfach nur zu kontrollieren oder zu kritisieren.

Technische Geräte wie Herdwächter können Sicherheit schaffen, ohne die Autonomie sofort einzuschränken. Dieses Zusammenspiel von Selbstständigkeit und Unterstützung kann den Unterschied ausmachen.

Ort mit hohem Risiko: Die Küche

Tatsächlich ereignen sich knapp die Hälfte der Haushaltsbrände in der Küche, und der Großteil der Opfer ist über 60 Jahre alt. Mit dem Alter verändern sich Sinne, Gedächtnis und Beweglichkeit – eine gefährliche Mischung, wenn aus einer kleinen Unachtsamkeit am Herd plötzlich ein Brand wird.

Hilfreiche Technik: Moderne Herdwächter

Herdwächter sind eine innovative Lösung: Sie kontrollieren das Kochgeschehen und warnen akustisch bei zu starker Hitze. Reagiert niemand, wird der Herd automatisch abgeschaltet – ganz ohne Vorwürfe oder Angst. „Gerade diese Technik könnte im Ernstfall Leben retten“, betont Hermann Schreck, Vizepräsident beim Deutschen Feuerwehrverband.

Zuschüsse von Pflegekassen für mehr Sicherheit

Wer einen Pflegegrad besitzt, hat übrigens gute Chancen, die Kosten für einen Herdwächter von der Krankenkasse bezuschusst zu bekommen. Nicht nur als reines Hilfsmittel, sondern oft auch innerhalb wohnumfeldverbessernder Maßnahmen ist eine Förderung machbar. Der Antrag klappt meist unkompliziert, in Zusammenarbeit mit Pflegepersonen oder dem ärztlichen Dienst.

Hinter der Initiative

Das Bündnis „Stop Herdbrand“ bringt viele Akteure rund um Brandschutz, Pflege und Technik zusammen – von der Alzheimer Gesellschaft über den Feuerwehrverband bis hin zu Herstellern von Sicherheitsgeräten und Organisationen für altersgerechte Wohnkonzepte.

stop-herdbrand.de

Fragen? Claudia Groetschel, Tel. 030/44 02 01 33
info@stop-herdbrand.de

Der Internationale Tag der Familie lädt ein, nicht nur Zusammenhalt zu feiern, sondern auch die Sicherheit älterer Menschen in den Blick zu nehmen – besonders im häuslichen Umfeld. Laut aktuellen Medienberichten bleibt die Zahl der Haushaltsbrände mit Seniorenbeteiligung hoch und wird durch nachlassende Sinne, Vergesslichkeit oder Beweglichkeit weiter angeheizt. Zahlreiche Experten betonen, dass Herdwächter und technische Hilfsmittel den Spagat zwischen Selbstständigkeit und Schutz insbesondere für Menschen mit Pflegebedarf deutlich erleichtern. Pflegekassen bezuschussen entsprechende Schutztechnik häufig, spätestens ab einem anerkannten Pflegegrad – die Beantragung kann von Angehörigen unkompliziert übernommen werden. In den letzten 48 Stunden bestätigen mehrere deutsche Medien (z.B. taz, Süddeutsche, Spiegel), dass der Umgang mit Demenz, Altersarmut und Pandemie-Folgen für ältere Menschen weiterhin eine große gesellschaftliche Herausforderung bleibt. Herdwächter und Präventivlösungen wie sie „Stop Herdbrand“ empfiehlt, werden verstärkt als praktikable Ergänzung zu persönlichen Hilfsangeboten diskutiert.

Schlagwort aus diesem Artikel