Weltnichtrauchertag: Eine Zigarette direkt nach dem Aufstehen – wie fatal ist das für unser Herz?

Rauchen bleibt einer der größten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein neuer Forschungsbefund verdeutlicht: Es zählt nicht nur die Anzahl der Zigaretten, sondern vor allem auch, wie schnell nach dem Aufwachen geraucht wird. Angesichts des Weltnichtrauchertags warnen Experten besonders vor der oftmals unterschätzten 'Morgen-Zigarette'.

heute 18:33 Uhr | 3 mal gelesen

Eine Untersuchung von über 229.000 Personen, ausgewertet durch die UK Biobank, bringt einen überraschend klaren Trend ans Licht: Je früher Raucher morgens zur Zigarette greifen, desto größer ist ihre Gefahr, später an Herzschwäche zu erkranken. Und: Wer bereits innerhalb der ersten fünf Minuten nach dem Aufstehen raucht, trägt laut den Forschenden im Schnitt mehr als doppelt so viel Risiko wie Menschen, die gar nicht rauchen.

Das brennende Herz am frühen Morgen

Wer so früh raucht, zeigt damit indirekt auch eine ziemlich starke Nikotinabhängigkeit – aber die Uhrzeit ist nicht nur ein psychologisches Symptom. Gerade morgens, wenn das Herz nach der nächtlichen Ruhe belastbar sein sollte, scheint eine Zigarette besonders schädlich. Die Wissenschaft sieht als Gründe dafür eine Aktivierung des Nervensystems, eine schnelle Steigerung des Blutdrucks und entzündliche Vorgänge, die das Herz angreifen können.

Kleiner Tipp: Bereits eine schlichte Frage wie 'Wie schnell rauchen Sie nach dem Aufstehen?' könnte Hausärzten helfen, besonders gefährdete Personen zu erkennen.

Vorbeugen – aber wie?

Weltnichtrauchertag. Das klingt für einige immer noch nach erhobenem Zeigefinger, aber eigentlich ist es eine Einladung, eigene Gewohnheiten auf die Probe zu stellen. Rauchen – und vor allem der frühe Griff zum Glimmstängel – ist ein beeinflussbarer Baustein der Herzgesundheit. "Wer sein Herz liebt, lässt das Rauchen sein oder fängt gar nicht erst an", mahnt Dr. Thomas Hengsteler von CVRx und rät zu einem ganzheitlichen Blick.

Herz außer Takt?

Herzschwäche bedeutet, dass unser wichtigster Muskel plötzlich nicht mehr richtig schafft, den Körper zu versorgen. Ein Grund kann jahrelanges Rauchen sein – oft in Kombination mit Bluthochdruck. Moderne Therapien, wie die Baroreflex-Aktivierung, setzen dabei an der Wurzel an: Sie beeinflussen das Zusammenspiel zwischen Herz und Nerven gezielt elektrisch, insbesondere, wenn Medikamente nicht genügen.

Dranbleiben und Hilfe suchen!

Gute Nachricht: Wer weniger oder gar nicht mehr raucht, verpasst dem Herz keinen zusätzlichen Dämpfer. Für Leute mit therapieresistentem Bluthochdruck oder Herzschwäche lohnt der Gang zur Hausärztin, um sich über Unterstützung und innovative Therapieoptionen wie die BAT zu informieren.

Anlaufstellen & Infos

Wo genau gibt es die Möglichkeit zur Baroreflex-Therapie? Das und viele weitere Details zu Anspruch und Anlaufstellen findet man hier: https://cvrx.de/Barostim-Zentren-In-Europa und hier: https://cvrx.de/barostim-erhalten/.

Was leistet BAT eigentlich?

Barostim ist ein kleines, implantierbares Medizingerät, das über spezielle Elektroimpulse auf einen Reflex reagiert, der das Herz und die Kreislaufsteuerung wieder ins Gleichgewicht bringt. Zugelassen ist diese Technik für bestimmte Patientengruppen mit Herzinsuffizienz sowie für Menschen mit extrem hohem, schwer behandelbarem Bluthochdruck.

Über CVRx

CVRx kommt aus Minneapolis und steht für innovative Lösungen, die das natürliche Zusammenspiel von Herz und Nervensystem nutzen, um Lebensqualität und Behandlungserfolg bei schweren Herzerkrankungen zu verbessern. Die Mission: Mehr Menschen mit chronischen Problemen endlich wieder ein aktiveres Leben ermöglichen.

Kontakt für Nachfragen: Dr. med. Christian Bruer
21up GmbH
Prinzregentenstraße 54
80538 München
E-Mail: cb@21-up.com
www.21-up.com

Kurz gesagt: Wer morgens direkt nach dem Aufstehen raucht, erhöht das Risiko für eine später auftretende Herzinsuffizienz massiv – das ist das Ergebnis einer groß angelegten UK-Studie. Nicht nur die Nikotindosis, sondern vor allem die Uhrzeit des Rauchbeginns spielt eine überraschend deutliche Rolle für das Herz. Gerade die schnelle Zigarette nach der ersten Tasse Kaffee könnte also prompt der erste Sargnagel für das Herz sein – und ein starker Warnhinweis auf tiefer sitzende gesundheitliche Gefahren. Aktuelle Recherchen zeigen: In Deutschland raucht rund jeder vierte Erwachsene – Tendenz bei jungen Menschen steigend, insbesondere durch E-Zigaretten. Die WHO und verschiedene Herzstiftungen warnen weiterhin, dass Rauchprävention (wie beispielsweise Rauchverbote in der Gastronomie) ein zentraler Baustein effektiver Gesundheitspolitik ist. Besonders in den letzten zwei Jahren fordern Experten, verstärkt auf die Bekämpfung von Nikotinkonsum bei Jugendlichen und die Etablierung innovativer Therapien wie BAT zu setzen, um die Langzeitfolgen für das Herz einzudämmen.

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