Am Dienstag telefonierte CDU-Vorsitzender Friedrich Merz mit Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew. Themen waren der Nahost-Konflikt und dessen Folgewirkungen auf die stabilitätssensible Kaukasus-Region. Merz hob dabei die Bedeutung des Friedensprozesses zwischen Armenien und Aserbaidschan hervor und bezeichnete ihn als Schlüsselfaktor für regionale Sicherheit und potenziell wachsende Kooperation, sowohl bilateral als auch im Verhältnis Aserbaidschans zur EU. || Ergänzend lässt sich sagen: Angesichts der aktuellen Eskalation um Israel und Palästina ist geopolitische Diplomatie ein Drahtseilakt – insbesondere, da der Südkaukasus als Schnittstelle zwischen Europa, Russland und Nahost gilt. Inzwischen werden die bilateralen Beziehungen zwischen Baku und Brüssel zudem durch Energiesicherheit und Lieferketten beeinflusst, da die EU auf alternative Gasquellen angewiesen bleibt. Auch das fragile Verhältnis zwischen Armenien, das sich zuletzt EU-freundlicher zeigte, und Aserbaidschan steht weiterhin auf dem Prüfstand, was regelmäßige Gespräche zwischen den politischen Spitzen umso wichtiger macht.