Insa-Umfrage: AfD setzt sich deutlich von der Union ab

Laut der neuesten Erhebung des Instituts Insa für die 'Bild am Sonntag' erreicht die AfD mit 29 Prozent einen Höchstwert im sogenannten Sonntagstrend – nie zuvor wurde für die Partei ein größerer Wert gemessen. Währenddessen rutscht die Union ab und sinkt auf 22 Prozent.

heute 14:47 Uhr | 2 mal gelesen

Interessant – die Union war schon seit Jahren nicht mehr so schwach unterwegs wie aktuell. Mit einem Abstand von sieben Prozentpunkten zur AfD klafft die Lücke so weit wie nie zuvor. Nach der Bundestagswahl vom 23. Februar 2025 (damals lag die AfD bei 20,8 Prozent) hat sich das Kräfteverhältnis quasi umgedreht: Nun verliert die Union an Boden. Das beunruhigt sicher so manchen, schließlich büßen CDU und CSU inzwischen einen beachtlichen Anteil ihrer Stammwählerschaft ein. Auch die SPD schlittert im Sonntagstrend weiter nach unten – aktuell nur noch 12 Prozent. Zusammengerechnet ergibt sich für CDU/CSU und SPD gerade einmal ein Drittel aller Stimmen – das ist schon eine Art Alarmsignal. Die Grünen hingegen machen leichte Fortschritte, klettern auf 14 Prozent und verzeichnen den besten Wert seit zweieinhalb Jahren. Weniger erfreulich für die Linke: Minus ein Punkt, jetzt nur noch 10 Prozent. FDP und BSW kommen – wie schon in den letzten Wochen – auf magere 3 Prozent und würden somit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Die neue Insa-Umfrage signalisiert eine Verschiebung der politischen Kräfteverhältnisse in Deutschland: Die AfD verzeichnet mit 29 Prozent einen historischen Umfrage-Erfolg und baut den Vorsprung zur Union aus, die auf einen Tiefstand von 22 Prozent sinkt. Die Grünen legen moderat zu, erreichen aber mit 14 Prozent ihr stärkstes Ergebnis seit über zwei Jahren, während SPD und Linke erneut verlieren. Laut verschiedenen Medienbeobachtungen in den letzten 48 Stunden wird die Entwicklung besonders kritisch diskutiert, etwa in Bezug auf die Ursachen für das Umfragehoch der AfD – genannt werden unter anderem eine Proteststimmung in Teilen der Bevölkerung sowie Unzufriedenheit mit der aktuellen Regierungsarbeit. Experten mahnen angesichts dieser Werte zu gesellschaftlichem Dialog und warnen vor zunehmender Spaltung, während die etablierten Parteien über Strategien zur Rückgewinnung von Vertrauen nachdenken. Neuere Berichte weisen zudem auf das Erstarken der AfD auch in Ostdeutschland hin und skizzieren einen Trend, der viele politische Beobachter in Sorge versetzt.

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